Continental Weitere Serienaufträge für Antennenmodule und 5G-Vernetzung

| Redakteur: Jürgen Schreier

Continental konnte neue Serienaufträge hereinnehmen und wird ab 2023 zwei europäische Fahrzeughersteller mit integrierten Antennenmodulen und 5G-Telematikeinheiten beliefern. Das Unternehmen arbeitet bereits auf Basis seiner 5G-Hybrid-V2X-Plattform an 4G- und 5G-Telematikprojekten für Fahrzeughersteller weltweit

Continental beliefert zwei große europäische Fahrzeughersteller mit der 5G-Hybrid-V2X- Plattform bestehend aus integrierten Antennenmodulen und 5G-Telematikeinheiten für smarte und effiziente Mobilität.
Continental beliefert zwei große europäische Fahrzeughersteller mit der 5G-Hybrid-V2X- Plattform bestehend aus integrierten Antennenmodulen und 5G-Telematikeinheiten für smarte und effiziente Mobilität.
(Bild: Continental)

Zwei große europäische Fahrzeughersteller haben sich bei ihren Folgeprojekten aktueller Serienaufträge erneut für Continental als Lieferanten für Telematik- und Antennenlösungen entschieden.

Beide Projekte bauen auf die hinsichtlich Skalierbarkeit und Flexibilität entwickelte 5G-Hybrid-V2X-Plattform des Technologieunternehmens auf. Fahrzeughersteller können die Plattform ohne großen Adaptionsaufwand in allen Märkten der Welt einsetzen. So hilft die Lösung von Continental, die Variantenvielfalt zu senken und somit die Kosten für den Fahrzeughersteller zu reduzieren.

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"Digitalisierung und Vernetzung sind wichtiger denn je. Die neuen Serienaufträge für unsere Vernetzungslösungen zeigen klar, dass unsere integrierte Plattform bereits heute die technologische Basis für das Fahrzeug als Knoten im Internet of Everything schafft“, sagt Johann Hiebl, Leiter der Continental Geschäftseinheit Connected Car Networking (CCN).

Vom Mobilfunkmodul zur intelligenten Antenne

Durch die Zusammenarbeit des im Jahr 2019 von Continental übernommenen Antennenspezialisten Kathrein Automotive mit den Entwicklern aus den Bereichen Connectivity und Broadcast wurde ein hochintegriertes, intelligentes Antennenmodul entwickelt, das durch durch seine Skalierbarkeit und seinen Funktionsumfang auszeichnet.

Herzstück der auch dem Antennenmodul zugrunde liegenden Hybrid-V2X-Plattform ist das von Continental selbst entwickelte NAD (Network Access Device, Mobilfunkmodul). Es kann sowohl in einer 4.5G als auch in einer 5G Variante in die aktuellen Produkte integriert werden.

Auf einem leistungsfähigen Applikationsprozessor können Telematikanwendungen, V2X-(Vehicle-To-Everything)-Applikationen und sogar die Dekodierung von analogem und digitalem Rundfunkempfang ausgeführt werden. Der Einsatz des sogenannten Software Defined Radio erlaubt es hier, unterschiedlichste weltweite Radiostandards durch reine Software-Varianten zu realisieren, ohne eine spezifische Hardware entwickeln zu müssen. Zusätzlich steht ein integrierter, hochpräziser GNSS Empfänger zur Verfügung, der eine genaue Positionierung des Fahrzeugs ermöglicht.

Antennenmodul vereint eine Vielzahl an Funkanwendungen

So vereint das intelligente Antennenmodul eine Vielzahl an Funkanwendungen wie 4G oder 5G Mobilfunk, WiFi, Bluetooth oder den schlüssellosen Zugang zum Fahrzeug. Zudem ermöglicht es dem Fahrzeughersteller, einige Meter Antennenkabel einzusparen. Dazu kommt ein digitaler Hochgeschwindigkeitsbus zur Kommunikation mit den angeschlossenen Steuergeräten zum Einsatz. Verluste auf langen Koaxialkabeln, die je nach Anwendungsfall die Signalqualität stark beeinträchtigen, gehören damit der Vergangenheit an.

Mit dem Konzept des intelligenten Antennenmoduls wird Continental der immer stärkeren Konzentration von Funktionen in wenigen zentralen, leistungsfähigen Steuergeräten gerecht. Somit bietet das Unternehmen die Antwort auf die Anforderungen an die Architektur der Fahrzeugelektronik von morgen und kann dem Markt ein umfassendes Portfolio für die Automobilvernetzung bieten.

Bereits drittes Telematikprojekt mit C-V2X-Funktionalität für chinesischen Markt

Mit dem zweiten Auftrag, den Continental neu hereinnahmen konnte, demonstriert das Unternehmen, dass seine innovative Hybrid-V2X-Plattform verschiedenste Vernetzungsanforderungen erfüllen kann. So ermöglicht sie neben 4G- und 5G-Mobilfunkanbindung direkte Kommunikation zwischen Fahrzeugen über den sogenannten Cellular-V2X-Standard. Diese Funktion ist ausschlaggebend für die Variante des Fahrzeugherstellers für den chinesischen Markt. Zusätzlich kann sie ohne großen Entwicklungsaufwand auch den auf WLAN basierenden IEEE 802.11p-Standard unterstützen und erfüllt so die Anforderungen weltweit.

“Unsere Einschätzung der neuen Telematikeinheit als zentraler Baustein der Fahrzeugelektronik wird auch von unserem Kunden geteilt. Das unterstreicht, welche Bedeutung der Fahrzeugvernetzung schon heute zukommt“, so Hiebl, „Sie stellt nicht mehr nur die reine Verbindung zur Außenwelt für Infotainment-Anwendungen dar, sondern ist ein Kernelement des vollvernetzten Fahrzeugs, in dem sie Drahtlos-Updates für die gesamte Fahrzeugsoftware ermöglicht. Durch V2X erhöht die Telematikeinheit darüber hinaus die Verkehrssicherheit und ist zudem Voraussetzung für smarte und effiziente Mobilität.“

Der Serienanlauf beider Produkte ist für das Jahr 2023 vorgesehen und beinhaltet jeweils unterschiedliche Varianten für zahlreiche Fahrzeugmodelle weltweit.

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