5G-Small-Cell-Design

Von schlicht bis schrill: Pimp my Antenna!

| Redakteur: Jürgen Schreier

Technisch topp, robust und langlebig. So sollten bisher Mobilfunkantennen sein. Aber schön? Naja, schön war was anderes. Bei 5G-Antennen wird nun umgedacht. Die Deutsche Telekom und das Design-Institut Umeå entwickeln nun kreativ gestaltete Gehäuse für sogenannte Small Cells. Zum Einsatz kommen dabei Hochleistungskunststoffe von Covestro.

Firmen zum Thema

Funken statt pfeifen: Die Vogel-Antenne fühlt sich zum Beispiel auf einer Straßenlaterne wohl.
Funken statt pfeifen: Die Vogel-Antenne fühlt sich zum Beispiel auf einer Straßenlaterne wohl.
(Bild: Covestro)

Covestro, die Deutsche Telekom und das schwedische Umeå Institute of Design (UID) kooperieren für 5G. In einem Pilotprojekt testen die Partner kreative Designs für kleine 5G-Antennen. Von schrill bis betont angepasst reicht die Palette Mit diesen innovativen Gehäuse-Lösungen werden beispielsweise so genannte Small Cells aufgebaut.

Small Cells sind kleine Mobilfunkzellen. Sie steigern den Datendurchsatz dort, wo viele Kunden unterwegs sind oder surfen. Die Partner entwickeln Antennen-Gehäuse, die ins Stadtbild passen. Entweder fallen sie vorteilhaft auf, oder sie fügen sich harmonisch in die Umgebung ein.

„Das gemeinsame Pilotprojekt ist eine tolle Gelegenheit, um das Potenzial und die herausragenden Eigenschaften unserer Werkstoffe zu verdeutlichen“, sagt Sucheta Govil, Chief Commercial Officer von Covestro. „Innovative, anpassungsfähige Materialien ermöglichen zukünftig einen kreativen Spielraum, um die Verbreitung digitaler Schlüsseltechnologien mit nutzerfreundlichen Lösungen zu beschleunigen.“

Die ersten Entwürfe liegen nun vor: eine Antenne in Vogelform, die beispielsweise eine Straßenlaterne bevölkern kann, sowie eine dezent gestaltete Uhr, die sich auch in historischer Umgebung eine gute Figur macht.

Bildergalerie

Innovative Werkstoffe machen 5G-Mobilfunkantennen schön

Alle drei Unternehmen ergänzen sich im Projekt. Covestro entwickelt innovative und nachhaltige Werkstofflösungen, die sich bereits in einer Vielzahl von Elektro- und Elektronik-Anwendungen bewährt haben und die hohen technischen Anforderungen an Mobilfunkantennen erfüllen. Die Telekom bringt ihr technologisches Know-how über Antennen für Mobilfunk und Netzausbau ein. Die Studierenden des UID konzipieren kreative Designs.

Sie führten zunächst eine Studie im realen Umfeld in Düsseldorf durch. Dann entwarfen sie attraktive Antennen-Gehäuse. Deren Farbe und Struktur entsprechen den technischen und ästhetischen Anforderungen. Das Ergebnis sind verschiedene Design-Konzepte. Jetzt gibt es zwei exemplarische Modelle: Vogel und Uhr. Das Vogel-Konzept „The Bird“ betrachtet 5G aus einem neuen Blickwinkel und verschiebt die Grenzen des Denkbaren. Das Uhr-Design „24h5G“ integriert neue Materialeigenschaften wie Lichtdurchlässigkeit und Wärmemanagement für 5G-Small-Cell-Antennen-Gehäuse.

Small Cells steigern gezielt die Datenkapazität

Die Telekom installiert im Rahmen ihres 5G-Rollout künftig mehr Small Cells - zum Beispiel an Ampeln, Laternen oder Fassaden. Die kompakten Antennen haben eine Reichweite von rund 200 Metern. Sie werden über Glasfaser ans Netz der Telekom angeschlossen. Das sorgt für einen extrem schnellen Transport der Daten. Die künftigen Netze sind somit sehr leistungsfähig. Zusammen mit den herkömmlichen Standorten liefert das Netz die notwendige Abdeckung und Kapazität für immer mehr drahtlose Geräte. Schon jetzt setzt die Telekom Small Cells beim Ausbau des LTE-Netzes ein.

„In dem Design-Projekt mit Covestro konnten wir unsere technischen Anforderungen früh platzieren und gemeinsam mit den Studierenden an ihren Design-Ideen arbeiten“, sagt Dr. Thomas Jansen, Leiter Kompetenzteam Kleinzellen bei der Deutschen Telekom Technik. „So haben wir gemeinsam leistungsstarke 5G Lösungen entwickelt, die wir harmonisch in das Stadtbild integrieren können.“

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46196768)