Fast an jeder Milchkanne

Vodafone-Maschinennetz bald bundesweit verfügbar

| Redakteur: Jürgen Schreier

Vodafone baut sein Maschinennetz weiter aus. Bis September soll das Narrowband-IoT-Angebot des Carriers auf 95 Prozent der Fläche Deutschlands verfügbar sein. Dazu wird das Maschinennetz an 2000 weiteren Mobilfunkmasten aktiviert.

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Der Telekommunikationskonzern Vodafone baut sein NB-IoT-Maschinennetz in Deutschland zügig aus. Im Bild ein Mobilfunkmast an der A6 bei Mönchengladbach.
Der Telekommunikationskonzern Vodafone baut sein NB-IoT-Maschinennetz in Deutschland zügig aus. Im Bild ein Mobilfunkmast an der A6 bei Mönchengladbach.
( Bild: Valéry Kloubert )

Vodafone baut sein Maschinennetz weiter aus. Bis September 2019 aktiviert der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern die Infrastruktur, die Sensoren und Maschinen überall und stromsparend vernetzt, an weiteren rund 2000 Mobilfunkmasten.

Geräte und Maschinen können dann auf 95 Prozent der Fläche in Deutschland Daten im Internet der Dinge austauschen. Bis September funkt die Narrowband-IoT-Technologie an allen LTE-Masten und wird wegen ihrer hohen Reichweite auch auf dem "platten" Land großflächig verfügbar sein. Vodafone will so für die Industrie und viele Landwirte die Basis schaffen, um das Internet der Dinge zu nutzen und den eigenen Betrieb zu digitalisieren. Narrowband-IoT (NB-IoT) ist auch Bestandteil des künftigen 5G-Standards.

Ausbau startete vor einem Jahr

Bereits jetzt funkt das Maschinennetz großflächig in Deutschland. An rund 90 Prozent der LTE-Masten hat Vodafone die Technologie aktiviert. Vor rund einem Jahr hatte der Telekommunikationskonzern mit dem Ausbau der Technologie begonnen. Nun modernisieren die Technik-Experten rund 2000 weitere Mobilfunkmasten, sodass bis September 2019 das Maschinennetz fast flächendeckend (95 Prozent) verfügbar sein dürfte.

NB-IoT funkt auf den niedrigen 800 Megahertz-Frequenzen. Das steigert die Reichweite beträchtlich und sorgt zugleich für eine sehr gute Gebäudedurchdringung. Das Maschinennetz vernetzt Gegenstände tief unter der Erde, hinter dicken Betonwänden von Industriehallen und auch auf abgelegenen Feldern.

Bis September 2019 sollen 95 Prozent der Fläche abgedeckt sein

Die Technologie eignet sich für viele IoT- und Industrie-4.0-Anwendungen. Sie ist optimiert, um sämtliche Sensoren, die Zustände erfassen und analysieren, zu vernetzen. Neben der Landwirtschaft profitiert davon vor allem die Industrie. So lassen sich beispielsweise Füllstände von Tanks oder Gasflaschen aus der Ferne auslesen. Auch für Tracking- und Lokalisierungsaufgaben ist NB-IoT eine geeignete Funktechnologie. Theoretisch können mit ihr bis zu vier Milliarden Geräte gleichzeitig per Mobilfunk kommunizieren. Eine einzige Mobilfunkzelle vernetzt so bis zu 50.000 Gegenstände zeitgleich.

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