Indoor-Lokalisierung

UWB-Teileortung: Trumpf beteiligt sich an IT-Start-up Zigpos

| Redakteur: Frauke Finus

Eine IT-Lösung unterstützt Track & Trace von Trumpf zur Teileortung in der Produktion mittels Ultra-Wideband-Technologie. Mit 25,1 Prozent beteiligt sich Trumpf jetzt an dem IT-Unternehmen Zigpos.

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Zigpos liefert für das Indoor-Lokalisierungssystem Track & Trace von Trumpf bereits Softwarekomponenten. Die Lösung ermittelt die Position von Blechteilen in Echtzeit und steigert durch die entstehende Transparenz die Produktivität in der Fertigung.
Zigpos liefert für das Indoor-Lokalisierungssystem Track & Trace von Trumpf bereits Softwarekomponenten. Die Lösung ermittelt die Position von Blechteilen in Echtzeit und steigert durch die entstehende Transparenz die Produktivität in der Fertigung.
( Bild: Trumpf )

Der Maschinenbauer Trumpf treibt nach eigenen Angaben die vernetzte Fertigung voran und beteiligt sich mit 25,1 Prozent an Zigpos. Das innovative IT-Unternehmen mit Sitz in Dresden hat sich auf Systemlösungen für das Internet der Dinge und Lokalisierungsanwendungen spezialisiert und bietet unter anderem eine Lösung für statistische Auswertungen für Indoor-Positionstracking an.

„Die Digitalisierung entwickelt sich in der Blechfertigung zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Durch die Beteiligung ergänzen wir unser bereits bestehendes Intralogistik-Angebot auf Basis von Be-Spoon-Technologie, von dem insbesondere auch kleine und mittelständische Kunden profitieren“, sagt Tom Schneider, Geschäftsführer für Entwicklung im Bereich Werkzeugmaschinen bei Trumpf.

Zigpos beschäftigt rund 20 Mitarbeiter. Zu den Kunden gehören Technologiekonzerne und Unternehmen aus der Halbleiterindustrie. Über finanzielle Details der jetzt vereinbarten Beteiligung wurde Stillschweigen vereinbart.

Nachverfolgung der Teile macht die Produktion effizienter

Zigpos liefert für das Indoor-Lokalisierungssystem Track & Trace von Trumpf bereits Softwarekomponenten. Die Lösung ermittelt die Position von Blechteilen in Echtzeit und steigert durch die entstehende Transparenz die Produktivität in der Fertigung, wie das Unternehmen mitteilt. „Ortungssysteme von Trumpf können mithilfe unserer Software bereits heute die Durchlaufzeiten in der Produktion maßgeblich verringern. Wir freuen uns, dass wir unsere Zusammenarbeit in Zukunft auf strategischer Ebene ausbauen“, sagt Erik Mademann, CEO bei Zigpos.

Durch Ultra-Wideband-(Ultrabreitband-)Technologie lässt sich das Ortungssystem auch in metallischer Fertigungsumgebung nutzen, also beispielsweise zwischen Maschinen und Blechlagern.

Ultra-Wideband - Was ist das?

Ultra-Wideband (auch: UWB oder Ultra-Breitband), ist eine Nahbereichs-Funktechnik, die extrem große Frequenzbereiche mit einer Bandbreite von mindestens 500 MHz nutzt. UWB arbeitet dabei mit einer niedrigen Sendeleistung (0,5 mW / -41,3 dBm/MHz), um bereits belegte Frequenzbereiche nicht zu stören. Nur spezielle UWB-Empfänger können das Signal erkennen. Der Frequenzbereich von Ultra-Wideband liegt zwischen 3,1 und 10,6 GHz. Ultra-Wideband kann dank seiner Robustheit gegenüber Interferenzen und der hohen Datenrate (110 kbit/s – 6,8 Mbit/s) für die ultrapräzise Indoor-Positionsbestimmung genutzt werden.

Die Positionsbestimmung erfolgt durch ein Laufzeitverfahren (Time of Flight, ToF). Hierfür werden mindestens drei sogenannte Anchors benötigt. Die Lichtlaufzeit zwischen ihnen und dem Asset wird durch am Asset angebrachte Tags gemessen und an die Anchors übermittelt. Daraus kann die Position berechnet werden. Die Daten (ID, ToF, timestamp) werden an einen (Cloud-)Server weitergeleitet und dort verarbeitet.

Quelle: Infosoft

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Dieser Artikel ist ursprünglich auf unserem Partnerportal "Blechnet" erschienen.

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