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UWB-basierte Echtzeitortung: Die Lagerauslastung steigern

| Redakteur: Sebastian Human

Dank einer speziellen Ultra-Breitband-Tracking-Lösung, die die zuvor genutzte RFID ersetzte, gelang es der tschechischen Budvar-Brauerei, ihre Lagerauslastung um 19 Prozent zu steigern. Ein Schlüsselfaktor hierbei war die Echtzeit-Ortungsfähigkeit des Systems.

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Gute Trackinglösungen können maßgeblich dabei helfen, Lagerbestände effektiv zu verwalten.
Gute Trackinglösungen können maßgeblich dabei helfen, Lagerbestände effektiv zu verwalten.
( Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Bisher wurde von der Brauerei Budweiser Budvar bei der Abwicklung von mehr als 20.000 Paletten mit Hunderten von Biersorten eine passive RFID-Lösung verwendet, um menschliches Versagen zu minimieren. Hierfür wurden mit einer RFID-Antenne am Fahrgestell versehene Gabelstapler und RFID-Tags an jeder verfolgten Palettenposition eingesetzt. Da die Antennen leicht desynchronisiert oder sogar beschädigt wurden, stiegen die Wartungskosten rapide an und die Systemverfügbarkeit sank auf nur 80 Prozent. Dies veranlasste Budweiser, den Prozess zwar beizubehalten, jedoch die zugrunde liegende Technologie zu aktualisieren.

Die Vorteile eines Echtzeit-Ortungssystems

Budweiser Budvar entschied sich, für das Tracking im Innenbereich mittels Decawave-Chip das RFID-System durch ein UWB-basiertes Echtzeit-Ortungssystem von Sewio zu ersetzen. Das Ergebnis waren geringere Wartungskosten, eine höhere Systemverfügbarkeit und die Digitalisierung des Logistikbetriebs. Auf einer Innen- und Außenlagerfläche von 15.000 m² wurden 70 Empfänger installiert, um alle Bewegungen der Gabelstapler und des von ihnen bewegten Materials zu verfolgen. Sie erhielten damit nicht nur Informationen über die Position und Bewegung der Gabelstapler in Echtzeit, sondern auch über die Positionen aller 20.000 Paletten.

Das ursprüngliche Ziel, die kostenintensive RFID-Lösung durch UWB RTLS zu ersetzen und die Gesamtbetriebskosten deutlich zu senken, wurde erreicht, da die häufigen Serviceeinsätze entfielen und die Systemverfügbarkeit um 24 Prozent erhöht wurde (von 80 Prozent Betriebszeit mit RFID auf 99 Prozent Betriebszeit mit UWB-basiertem RTLS von Sewio).

Während das passive RFID-System nur Daten über das Vorhandensein lieferte, brilliert das neue RTLS mit vollständigen Warenverfolgungsdaten mit einer Genauigkeit von 30 cm. Logistikmanager profitierten außerdem von neu gewonnenen Erkenntnissen wie der täglichen Anwesenheit, der zurückgelegten Wegstrecke und der Auslastung der einzelnen Gabelstapler sowie von Heatmaps und Spaghetti-Diagrammen. Auf der Grundlage dieser Echtzeitdaten und -metriken erzielten die Logistikmanager von Budweiser eine um 19 % höhere Auslastung des aktuellen Lagers.

UWB ist oft die richtige und einzige Technologiewahl

„Während die Anschaffungskosten für RFID im Vergleich zu UWB nahezu identisch sind, übertrifft UWB RFID zweifellos dank geringerer Wartungskosten, niedrigerem Schadensrisiko und höherer Zugänglichkeit und Skalierbarkeit des Systems“, so Pavel Pánek, Leiter Logistik bei Budweiser Budvar. „In vielen Anwendungsfällen ergänzen sich das zu einer Einzellösung integrierte RFID und UWB RTLS gut. Wenn unser Kunde exakte Standortdaten benötigt, die von einem skalierbaren System mit geringen Wartungskosten bereitgestellt werden, ist UWB die richtige und einzige Technologiewahl“, meint Milan Šimek, CEO von Sewio Networks.

Die Fallstudie ist hier komplett einsehbar.

Der Artikel wurde ursprünglich auf unserer Partner-Plattform Industry of Things veröffentlicht.

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