5G-Mobilfunk-Infrastruktur UK jetzt doch auf der Suche nach Alternativen zu Huawei?

| Redakteur: Jürgen Schreier

Laut Presseberichten haben britische Beamte Gespräche mit dem japanischen Anbieter NEC über die Lieferung von Ausrüstung für 5G-Mobilfunknetze geführt. Auch der Samsung-Konzern soll zu solchen Gesprächen eingeladen werden. Experten werten dies als Teil eines breiteren Vorstoßes, die Abhängigkeit von chinesischer Technik zu reduzieren.

Großbritannien will die Lieferkette im Bereich der 5G-Netzwerk-Infrastruktur diversifizieren und offenbar unabhängiger von chinesischer Technik werden.
Großbritannien will die Lieferkette im Bereich der 5G-Netzwerk-Infrastruktur diversifizieren und offenbar unabhängiger von chinesischer Technik werden.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Eigentlich hatte sich die britische Regierung bereits dafür entschieden, dass der chinesische Mobilfunkausrüster Huawei beim 5G-.Ausbau in UK dabei sein kann - wenngleich nur in weniger sicherheitsrelevanten Segmenten des Netzes. Allerdings stieß diese Entscheidung der von Premier Johnson und seiner Administration auf Widerstand innerhalb seiner eigenen Partei sowie von Seiten der USA. Letztere haben Huawei aus Sicherheitsgründen aus ihren Netzen verbannt.

Fliegt Huawei-Technik bis 2023 aus den britischen Netzwerken?

Presseberichten zufolge hat die britische Regierung kürzlich Gespräche mit dem japanischen Elektronikkonzern NEC über die Lieferung von 5G-Ausrüstung für Mobilfunknetze geführt - offenbar als Teil eines umfassenderen Vorstoßes, der die Abhängigkeit des Landes von chinesischer Technologie verringern soll. Die Gespräche mit NEC konzentrierten sich auf die Einführung von 5G-Technologie auf dem britischen Markt, der mit einem Versuchsprogramm namens 5G Create beginnen könnte

Auch der koreanische Hersteller Samsung solle "bald" zu Gesprächen eingeladen werden, berichtet der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg. So suche die britische Regierung nach Möglichkeiten, Technik von Huawei bis 2023 aus den britischen Netzwerken zu eliminieren und gleichzeitig eine Reihe alternativer Lieferanten zur Diversifizierung der Lieferkette zu prüfen.

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