IoT - "einfach und preiswert"

Telekom entwickelt integrierte SIM für das IoT

| Redakteur: Jürgen Schreier

Mit nuSIM will die Telekom das IoT schneller, preiswerter und kompakter machen. Ein Partnernetzwerk liefert Chipsätze, Module und Security. Die Markteinführung ist für das zweite Halbjahr 2019 geplant.

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nuSIM ist direkt in den Modem-Chip integriert. Ein sicherer Prozess sorgt für die Programmierung der SIM-Daten bereits bei der Herstellung des Moduls oder des IoT Endgerätes.
nuSIM ist direkt in den Modem-Chip integriert. Ein sicherer Prozess sorgt für die Programmierung der SIM-Daten bereits bei der Herstellung des Moduls oder des IoT Endgerätes.
( Bild: Deutsche Telekom )

Unter dem Motto "IoT einfach machen" baut die Deutsche Telekom baut ihr Serviceangebot für das Internet of Things in Europa und den USA weiter aus. Gemeinsam mit bekannten Partnern entwickelt das Telekommunikationsunternehmen nuSIM, eine integrierte SIM für IoT. Der Trick dabei: Die Funktionen der klassischen SIM werden direkt auf den Chipsatz übertragen, die physische SIM-Karte entfällt.

Die Telekom siehtr darin einen großen Vorteil vor allem für kostengünstige IoT-Geräte mit langer Lebensdauer. Dazu gehören beispielsweise smarte Sensoren zur Überwachung von Temperaturen, Bewegungen oder Wertgegenständen. nuSIM wird im zweiten Halbjahr 2019 kommerziell verfügbar sein.

„Die Telekom hat die Innovation im Bereich IoT in den letzten Jahren beträchtlich vorangebracht. Entscheidend für diesen Erfolg ist es, konsequent auf die Bedürfnisse unserer Kunden zu reagieren, um zu ihrem Geschäftserfolg aktiv und flexibel beitragen zu können“, so Ingo Hofacker, verantwortlich für das IoT-Geschäft bei der Telekom. „nuSIM, unsere optimierte SIM-Lösung für den kostensensiblen IoT-Markt, ist ein wesentlicher Baustein für unser zukünftiges Serviceangebot.“

nuSIM ist direkt in den Modem-Chip integriert

Der Verzicht auf eine physische SIM-Karte vereinfacht den Aufbau eines IoT-Geräts erheblich, denn es entfällt ein wesentliches Bauelement samt zugehörigem Logistik- und Handhabungsaufwand. nuSIM ist direkt in den Modem-Chip integriert. Ein sicherer Prozess sorgt für die Programmierung der SIM-Daten bereits bei der Herstellung des Moduls oder des IoT Endgerätes.

Weitere Vorteile entstehen entlang der Wertschöpfungskette: Gerätehersteller erhalten bessere Designoptionen dank kleinerer Module und längerer Batterielebensdauer. Endanwender profitieren von den geringeren Gerätekosten und müssen sich nicht mehr mit SIM-Karten auseinandersetzen. Der Einstieg ins IoT-Projekt wird mit nuSIM erheblich vereinfacht.

Erfolg mit Partnern

nuSIM wird von der Telekom gemeinsam mit Partnern aus den Bereichen IoT-Chips, -Module und digitale Sicherheit entwickelt. Eine gemeinsame Spezifikation gewährleistet Interoperabilität für die sichere Bereitstellung der SIM-Daten bei der Modul- oder Geräteherstellung. Folgende Partner sind bei nuSIM mit dabei:

  • Chipsätze: Altair Semiconductor, Commsolid/Goodix, HiSilicon, Nordic Semiconductor, Qualcomm Technologies, Samsung Electronics, Sequans Communications.
  • IoT Module: Quectel Wireless Solutions, Sierra Wireless, Telit, u-blox,
  • Digitale Sicherheit: Giesecke+Devrient Mobile Security

Die Telekom möchte diese Technologie mit weiteren Partnern im IoT-Segment und gerne auch mit anderen Netzbetreibern teilen, um ein offenes und tragfähiges Ökosystem aufzubauen. Interessierte Unternehmen sind zur Teilnahme eingeladen.

Weitere Innovationen im Bereich des mobilen IoT

nuSIM ist nur eine der Initiativen, mit der die Telekom die Innovation im mobilen IoT-Ökosystem vorantreibt: Das Unternehmen führte kürzlich gemeinsam mit dem Energiedienstleister ista den weltweit größten auf Narrowband-IoT basierenden Feldtest in Gebäuden durch. Dabei erwies sich NB-IoT im Hinblick auf die Abdeckung in Gebäuden weitaus geeigneter als Technologien wie GSM, UMTS und LTE. Außerdem treibt die Telekom die Innovation im Bereich LTE-M voran. Das hubraum LTE-M Prototyping-Programm beschleunigt die Entwicklung branchenübergreifender Innovationen, speziell in den Bereichen Smart City, Wearables, E-Health und Smart Tracking.

Die Telekom hat den Netzstandard NB-IoT bisher ihren neun europäischen Präsenzmärkten und in den USA das Maschinen- und Sensorennetz NB-IoT eingeführt. Der Rollout von LTE-M ist für Mitte 2019 geplant.

Mehr zu nuSIM und anderen Konnektivitätsangeboten der Telekom kann man beim MWC Barcelona 2019 vom 25. bis 28. Februar an Stand 3M31 in Halle 3 erfahren. Die nuSIM wird am 27. Februar von 13.00 bis 13.45 h auf dem Telekom-Stand vorgestellt.

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