Persönliche Schutzausrüstung

Strahlungsmonitor warnt vor kritischen EMF-Werten

| Redakteur: Jürgen Schreier

Bei Arbeiten an oder in der Nähe von Sendeeinrichtungen ist die Nutzung persönlicher Schutzausrüstung unerlässlich. Der RadMan 2 von Narda Safety Test Solutions warnt vor unzulässig hohen Expositionen gegenüber elektromagnetischen Feldern.

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Der Strahlungsmonitor RadMan 2 warnt den Träger eindringlich, rechtzeitig und verlässlich vor elektromagnetischen Feldern in unzulässiger Stärke.
Der Strahlungsmonitor RadMan 2 warnt den Träger eindringlich, rechtzeitig und verlässlich vor elektromagnetischen Feldern in unzulässiger Stärke.
( Bild: Narda )

Personen, die beruflich intensiven elektromagnetischen Feldern (EMF) ausgesetzt sind, weil sie im Nahfeld von Radarantennen, Rundfunk- oder Mobilfunksendeanlagen arbeiten, müssen ihre Exposition gegenüber solchen Feldern messen können. Um Gesundheitsrisiken auszuschließen, ist eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) zwingend, die bei kritischen EMF-Werten zuverlässig warnt.

Für diese Monitoring-Aufgabe hat Narda Safety Test Solutions - auch mit Blick auf künftige 5G-Applikationen - den RadMan 2 entwickelt. Das handliche, am Körper getragene Gerät warnt rechtzeitig und vor allem verlässlich vor unzulässig hohen Expositionen gegenüber elektromagnetischen Feldern.

Gerät verfügt über E-Feld- und H-Feld-Sensoren

Mit dem RadMan 2 am Gurt geht ein Arbeiter gerade dann, wenn er keine genaueren Kenntnisse über die aktuelle EMF-Situation hat, auf Nummer sicher. Sein Personal Monitor sorgt mit Hilfe einer Frequenzgangbewertung zu jedem Zeitpunkt selbsttätig für die korrekte Alarmschwelle über den gesamten Frequenzbereich. Die in den Standards festgelegten zulässigen Grenzwerte sind frequenzabhängig und variieren.

Für Arbeiten im Nahfeld und im Fernfeld von TV- und Radioantennen ist der Personal Monitor sowohl mit E-Feld- (elektrisch) als auch H-Feld-Sensoren (magnetisch) ausgestattet. Denn im Nahfeld sind im Gegensatz zum Fernfeld das elektrische und das magnetische Feld unabhängig voneinander. Hier kann sich die zu schützende Person demnach durch Stellen bewegen, die ein starkes magnetisches und sehr schwaches elektrisches Feld aufweisen oder umgekehrt.

Mit dem RadMan 2 muss die Person weder wissen, in welchem Feld sie sich gerade bewegt, und schon gar nicht, ihr Gerät aktiv entsprechend einstellen. Es warnt den Träger unabhängig von der Feldart und dem Abstand zur Strahlungsquelle. Im Fall der Fälle löst automatisch immer der höhere Wert von beiden den Alarm aus.

Jedes Mal, wenn der RadMan 2 Alarm schlägt, liegen automatisch die korrekten, standardkonformen Werte zugrunde. Die tatsächliche Exposition in Prozent der jeweils gültigen Obergrenze nach ICNIRP, der Directive 2013/35/EU, FCC oder Safety Code 6. Dabei berücksichtigt das Gerät, dass die in den Standards festgelegten zulässigen Grenzwerte frequenzabhängig sind und die jeweiligen Alarmschwellen dadurch variieren.

Der Nutzer muss weder den aktuellen Grenzwert aktiv am Gerät einstellen, geschweige denn, angezeigte Werte aufwendig umrechnen. Das „Denken“ übernimmt komplett der RadMan 2, der durch das patentierte „Shaping mit Frequenzgangbewertung“ automatisch immer die korrekten Alarmschwellen ermittelt.

Einfache Inbetriebnahme ohne Testsender

Alle ermittelten Ergebnisse jedes einzelnen Arbeitseinsatzes können lückenlos dokumentiert werden. Zu diesem Zweck zeichnet der interne Datenrekorder sämtliche erfassten Expositionswerte für das E-Feld und für das H-Feld zur Auswertung bzw. Weiterverarbeitung am PC kontinuierlich auf.

Der Alarm erfolgt hell, laut und sogar vibrierend, sodass die Person im Feld selbst in rauen und lärmerfüllten Umgebungen keine Warnung verpasst. An der Gerätefront zeigen sechs LED stufenweise von 5 bis 200 Prozent, wie nahe die tatsächliche Feldexposition dem zulässigen Grenzwert kommt. Werden 50 Prozent überschritten, ertönt ein lautes Alarm-Signal, das Gerät blinkt und vibriert. Optisch und akustisch intensiver warnt der Personal Monitor auf dem zweiten Alarm-Level ab 100 Prozent. Dadurch mahnt er seinen Träger eindringlich, den Gefahrenbereich zügig zu verlassen.

Die Inbetriebnahme und Bedienung des RadMan 2 sind laut Hersteller einfach. Der „automatische Sensortest“ beispielsweise überprüft die Funktionstüchtigkeit der Sensoren direkt nach dem Einschalten des Geräts. Dadurch wird kein externer Testsender mehr benötigt. Dieser Test ist im RadMan 2 erstmalig in einem Personal Monitor realisiert und dient der maximalen Sicherheit. Zudem wird beim Einschalten der Ladezustand der Akkus kontrolliert und angezeigt. Der RadMan 2 schafft mit einer Ladung 800 Stunden Betriebszeit.

Gerät ist in Schutzart IP65 ausgeführt

Im Betrieb stellt ein spezieller HF-Absorber zwischen Körper und Sensor dadurch dass er verfälschende Körpereinflüsse etwa durch Reflexionen ausklammert, stets die präzise und korrekte Erfassung der tatsächlichen Feldstärke sicher. Und um z.B. bei der Leckage-Suche an Leitungsverbindern Feldexpositionen isotrop (richtungsunabhängig) bestimmen zu können, lässt sich das robuste, wetterfest in Schutzart IP65 ausgeführte Gerät leicht mit einer Hand aus seiner Halterung lösen. Das garantiert die sichere Anzeige aller Hotspots sowohl im E-Feld als auch im H-Feld unabhängig von der Ausrichtung des Gerätes.

Der Personal Monitor lässt sich leicht mit einer Hand aus der Spezialhalterung lösen. Im ausgeklinkten Zustand kann der Arbeiter Messdaten isotrop, das heißt, richtungsunabhängig, erfassen. Das garantiert die sichere Anzeige aller Hotspots sowohl im E-Feld als auch im H-Feld unabhängig von der Ausrichtung des Gerätes. Dadurch sind Fehlbeurteilungen nahezu ausgeschlossen, da das Gerät quasi keinen „toten Winkel“ hat.

Strahlungsmonitor in zwei Varianten erhältlich

Der neue Strahlungsmonitor kommt in zwei Versionen: einer preisgünstigeren LT-Variante bis 8 GHz mit abgespeckter Ausstattung sowie einer höherpreisigen XT-Variante, die bis 60 GHz. Mit der aktuell höchsten Frequenzabdeckung am Markt warnt die XT-Variante ihren Träger auch bei Richtfunk- und Radarfrequenzen sowie 5G-Millimeterwellen.

Die XT-Variante des RadMan 2 ist bis 60 GHz (XT) ausgelegt. Außerdem hat sie eine Tonsuchfunktion, die eine präzise isotrope Leckage-Suche abseits vom Körper ermöglicht.
Die XT-Variante des RadMan 2 ist bis 60 GHz (XT) ausgelegt. Außerdem hat sie eine Tonsuchfunktion, die eine präzise isotrope Leckage-Suche abseits vom Körper ermöglicht.
( Bild: Narda )

Mit der XT-Version ist der Beschäftigte in der Lage, abseits vom Körper eine präzise Leckage-Suche etwa an Hohlleitern und koaxialen Schraubverbindungen mit Hilfe einer Tonsuchfunktion durchzuführen. Zudem kann er durch Veränderung der Tonhöhe bei Annäherung an eine Feldquelle schnell, einfach und verlässlich überprüfen, ob die Antenne auch tatsächlich abgeschaltet ist, bevor er sich an den Aufstieg wagt.

Ein weiteres Feature der XT-Ausführung ist der „Pulse Mode“ zur sicheren Erkennung kurzer gepulster Signale. In dieser Einstellung spricht der Alarm deutlich schneller an. Diese Eigenschaft ist beispielsweise dann vonnöten, wenn ein Messtechniker im Umfeld eines sich drehenden Radars misst und immer nur kurzzeitig von der Strahlung gestreift wird.

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