UV-resistente Werkstoffe

Spezieller "Sonnenschutz" lässt 5G-Basisstationen länger leben

| Redakteur: Jürgen Schreier

Ein Kunststoffzusatz von BASF namens Tinuvin schützt 5G-Basisstationen im Außenbereich vor UV-Licht, was ihre Lebenserwartung merklich verlängert. Ein chinesisches Unternehmen stellt mithilfe dieses Additivs nun Basisstationen für große Telekommunikationsunternehmen her.

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Wurden Mobilfunk-Basisstationen früher aus Metall gefertigt, so kommen heute leichte Kunststoffe zum Einsatz. Ein spezielles Additiv verbessert die Witterungsbeständigkeit der Kunststoffe und erhöht deren UV-Resistenz.
Wurden Mobilfunk-Basisstationen früher aus Metall gefertigt, so kommen heute leichte Kunststoffe zum Einsatz. Ein spezielles Additiv verbessert die Witterungsbeständigkeit der Kunststoffe und erhöht deren UV-Resistenz.
( Bild: BASF )

Die Shenzhen Xingshengdi New Materials Co. Ltd., ein Hersteller von Kommunikationsgeräten, Elektronik und Elektrogeräten, produziert mit Kunststoffadditiven von BASF 5G-Basisstationen für große internationale Telekommunikationsunternehmen. Mit Tinuvin 360 können 5G-Basisstationen, die im Außenbereich zum Einsatz kommen, gegen Witterungseinflüsse und Alterungsprozesse durch intensive Sonneneinstrahlung geschützt werden, was einen stabileren Betrieb und eine längere Lebensdauer der Anlagen gewährleistet.

Additiv absorbiert UV-Licht

Shenzhen Xingshengdi New Materials Co. Ltd., ein Hersteller von Telekommunikationsausrüstung, Elektronik und Elektrogeräten in China, hat unter Verwendung der Kunststoffadditive von BASF 5G-Basisstationen für große internationale Telekommunikationsunternehmen hergestellt. Mit Tinuvin® 360 können die 5G-Basisstationen im Außenbereich Witterungseinflüssen und Abnutzung durch intensives Sonnenlicht standhalten und so einen stabilen Betrieb mit längerer Lebensdauer gewährleisten.

Die Basisstation wird üblicherweise außerhalb eines Gebäudes montiert. In der Regel ist das dafür verwendete Material Polycarbonat, das unter Sonneneinstrahlung jedoch verschiedene Abbauprozesse durchläuft und daher lichtbeständig sein muss. Tinuvin 360 wird den Polycarbonatharzen während der Produktionsphase zugesetzt, da es sich besonders für die Verarbeitung und Witterungsbedingungen eignet, bei denen hohe Belastungen, sehr geringe Flüchtigkeit und gute Verträglichkeit gefordert sind.

Außerdem kann Tinuvin 360 eine hohe UV-(ultraviolette) Abschirmleistung im fertigen Elektronikgehäuse erreichen: Das Additiv absorbiert UV-Licht und gibt die überschüssige Energie als Wärme ab. Die verwendeten Additive ähneln denen von Sonnenschutzmitteln, die die Haut vor einem UV-Einfluss schützen.

„Tinuvin 360 ist wertschöpfend durch die Optimierung des Produktionsprozesses, wodurch Produktivität und Profitabilität für unsere Kunden gesteigert werden“, so Hermann Althoff, Senior Vice President des Unternehmensbereichs Performance Chemicals der BASF in der Region Asien-Pazifik. „Darüber hinaus hilft es, maßgeschneiderte Kunststoffgeräte zu entwickeln, die mechanisch widerstandsfähiger und wetterbeständiger sind.“

Kunststoff ersetzt Metall bei Outdoor-Basisstationen

„Früher waren solche Outdoor-Basisstationen aus Metall“, weiß Dethew Xu, General Manager von Shenzhen Xingshengdi New Materials Co. Ltd. „Durch die Verfügbarkeit von kleinen, leichten Kunststoffgehäusen werden Größe, Gewicht und Leistung für eine Reihe von kommerziellen Anwendungen verbessert und damit die Systemperformance zu einem wettbewerbsfähigen Preis optimiert.“

Tinuvin 360 wurde unter simulierten Umweltbedingungen in beschleunigten Bewitterungsanlagen gemäß den Anforderungen der Norm ISO 4892-2:2013 getestet. Diese internationale Norm legt die Verfahren fest, mit denen Proben in Gegenwart von Feuchtigkeit Xenon-Lichtbogenlicht ausgesetzt werden, um die Witterungseinflüsse (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) zu reproduzieren, die auftreten, wenn Polymere in realen Anwendungsumgebungen dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Basierend auf den Daten der beschleunigten Bewitterung wird die zu erwartende Haltbarkeit von Polymeren in den verschiedenen Anwendungen prognostiziert.

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