Lokalisierung Siemens stellt neue Software für RTLS-Ortungssystem vor

| Redakteur: Jürgen Schreier

Eine neue "Location Intelligence"-Software erweitert die Simatic RTLS-Ortungsplattform um einen digitalen Performance-Zwilling. Visualisierte Echtzeit-Analysen offenbaren Optimierungspotenziale und erleichtern eine schnelle Entscheidungsfindung.

Wo sind die Werkstücke, wo stecken die Aufträge? Ein RTLS schafft den Überblick. Die neue Siemens-Software ermöglich noch tiefergehende Analysen, die Basis für Optimierungen sein können.
Wo sind die Werkstücke, wo stecken die Aufträge? Ein RTLS schafft den Überblick. Die neue Siemens-Software ermöglich noch tiefergehende Analysen, die Basis für Optimierungen sein können.
(Bild: Siemens)

Siemens präsentiert eine neue "Location Intelligence"-Software vor, die die Simatic RTLS (Real-Time Locating System)-Ortungsplattform um einen digitalen Performance-Zwilling erweitert. Die webbasierte Software analysiert und visualisiert dynamische Daten, verarbeitet Ereignisse und kann direkt aus lokalen ERP- (Enterprise Resource Planning) oder MES- (Manufacturing Execution System) Systemen angesprochen werden.

Die auf Basis von Positionsdaten gewonnenen Insights verschaffen dem Nutzer einen umfassenden Überblick über Materialfluss, Auftragsinformationen oder mögliche Problembereiche.

Einzelne Werkstücke oder gesamten Auftrag in Echtzeit verfolgen

Die Transponder-ID wird mit den vorhandenen Auftragsdaten verknüpft. Je nach Prozessschritt und Auftragsstatus können die Auftragsinformationen dann auf den Simatic RTLS ePaper-Transpondern angezeigt werden, sodass eine papierlose Lösung möglich ist. Location Intelligence bietet den Anwendern zudem die Möglichkeit, einzelne Werkstücke oder den gesamten Auftrag in Echtzeit zu verfolgen. Bei Eingabe der Auftrags-ID werden die Echtzeit-Positionen der verknüpften Transponder auf der digitalen Karte des Kunden angezeigt.

Die durch diese Technologie erreichte Transparenz soll die individuelle Optimierung von Produktions- und Logistikprozessen ermöglichen. Der Schlüssel dazu sind virtuell definierte Bereiche, so genannte Geofences. Sie können in der Software per Drag & Drop erstellt werden und dienen dazu, das Betreten und Verlassen von definierten Bereichen zu erkennen. Die damit verbundenen Ein- und Austrittsereignisse können statistisch ausgewertet, visualisiert oder mit zusätzlichen Aktionen verknüpft werden.

Software reduziert Suchvorgänge auf ein Minimum

Darüber hinaus führt die Kombination von Standort- und Geschäftsinformationen zu transparenten Prozessen: Suchvorgänge werden auf ein Minimum reduziert, da die Positionen aller relevanten Objekte auf verschiedenen Terminals in Echtzeit angezeigt werden. Engpässe oder Abweichungen vom Produktionsplan lassen sich mit Hilfe von Geofences leicht vermeiden. Gleichzeitig können auf der Basis der Ehtzeit-Analysen bisher unerschlossene Optimierungspotenziale in der Fabrik identifiziert werden.

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