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RFID-Schlitten macht einfache Geräte zu UHF-RFID-Scannern

| Redakteur: Jürgen Schreier

Denso, ein Unternehmen der Toyota-Gruppe, hat den SP1 RFID-Schlitten gelauncht. Dieser verwandelt einfache Smart-Geräte in schnelle UHF-RFID-Scanner.

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Das Smart-Gerät und der RFID-Schlitten werden über Bluetooth verknüpft.
Das Smart-Gerät und der RFID-Schlitten werden über Bluetooth verknüpft.
( Bild: Denso )

Denso, Teil der Toyota Gruppe und Erfinder des QR-Codes, hat den neuen SP1 RFID Scanner auf den Markt gebracht. „RFID erlaubt eine enorme Effizienzsteigerung bei der Datenerfassung. Mit unserem neuen SP1 kann die RFID-Funktion nun zu nahezu jedem Smart-Gerät hinzugefügt werden. Das erlaubt es Unternehmen, ihr Equipment nicht gleich vollständig austauschen zu müssen und dennoch die RFID-Technologie in ihre Prozesse mit aufnehmen zu können“, erklärt Kaber Kolioutsis, Marketing Communication Specialist bei der Denso Auto-ID Business Unit.

Smart-Gerät und RFID-Schlitten werden per Bluetooth verknüpft

Für die Verbindung wird ein QR Code auf dem SP1 mit einem vorhandenen Smart-Gerät gelesen. Anschließend sind die beiden Geräte über Bluetooth verknüpft. Selbst wenn die Bluetooth-Verbindung während des Scannens abbricht, gehen keine Daten verloren, da der RFID-Schlitten SP1 alle gescannten Daten intern speichert.

So kann er trotz Unterbrechung erneut mit dem Anwendungsprogramm synchronisieren, um die nicht gesendeten Daten oder sogar alle Informationen erneut zu senden. Folglich sind keine Neu-Scans erforderlich.

Ein weiterer Vorteil des Zusatzgeräts besterht laut Denso darin, dass der SP1 nahezu selbsterklärend ist. So verlieren Nutzer nicht unnötig Zeit, weil sie sich lange in die Funktionsweise einarbeiten müssen. Zudem kann der RFID-Schlitten bis zu 700 RFID-Tags pro Sekunde lesen. Bei Inventuren ist das ein entscheidender Vorteil. „Und selbst wenn es einmal stressig zugeht und der SP1 herunterfällt, ist das nicht tragisch. Er übersteht bis zu 30 Stürze aus bis zu 1,2 Metern“, verspricht Kolioutsis. Der SP1 von Denso ist IP54- zertifiziert gegen Wasser und Staub und kann auf bis zu acht Metern Entfernung scannen.

SP1 ist für permanenten Hochleistungsbetrieb ausgelegt

Das ergonomische und leichtgewichtige Design soll ein ermüdungsarmes Arbeiten mit dem des SP1 ermöglichen. Der RFID-Schlitten wiegt 400 Gramm, was laut Hersteller für ein komfortables Handling sorgt. Ist ein RFID-Gerät ununterbrochen im Einsatz, kann es überhitzen und somit langsamer arbeiten. „Andere Geräte stoßen da an Grenzen, aber wir wollen die hohen Standards unserer Kunden erfüllen und eine Lösung anbieten, die einen kontinuierlichen Hochgeschwindigkeitsbetrieb gewährleistet“, erklärt Kolioutsis.

Die umfangreiche Forschung zur Entwicklung des RFID-Schlittens SP1 erfolgte in einer 20 Meter messenden EMV-Kammer. „Bei Denso in Japan haben wir ein Demo-Geschäft mit rund 2000 Artikeln eingerichtet, um unser RFID-Gerät zu testen. Die EMV-Kammer ist im Grunde wie ein schalldichter Raum, in dem absolute Messungen durchgeführt wurden”, so Kolioutsis.

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