Konnektivität für jedermann und überall OneWeb schießt weitere 34 Satelliten in den Orbit

Redakteur: Jürgen Schreier

OneWeb hat weitere 34 Kommunikationssatelliten ins All geschossen. Damit komme man dem Ziel, das Internet jedermann und überall zugänglich zu mache, erneut näher, heißt es. Der Raketenstart erfolgte im berühmten Kosmodrom im kasachischen Baikonur.

Der Start der Sojuz-Rakete erfolgte am 21. März 2020 im "Weltraumbahnhof" Baikonur.
Der Start der Sojuz-Rakete erfolgte am 21. März 2020 im "Weltraumbahnhof" Baikonur.
(Bild: OneWeb)

Das Kommunikationsunternehmen OneWeb hat weitere 34 Satelliten in eine Erdumlaufbahn entsandt. Der Start der Sojuz-Rakete erfolgte am 21. März 2020 um 17:06 Ihr UTC im historischen Kosmodrom Baikonur in Kasachstan - von wo aus übrigens auch Alexander Gerst, der erste deutsche ISS-Kommandant, seine Reise zur internationalen Raumstation antrat. Die OneWeb-Satelliten trennten sich von der Rakete und wurden in neun Chargen verteilt.

OneWeb Satellites produziert Erdtrabanten am Fließband

Es handelt sich hierbei um die zweite von 34 Satellitenentsendungen innerhalb von sechs Wochen, was nicht zuletzt dem enormen Tempo der Massenproduktionsanlage von OneWeb Satellites in Florida zu verdanken sei, so OneWeb. Der Start bringt die Gesamtanzahl der Satelliten der Konstellation auf 74, wodurch OneWeb seine Position als führendes globales Kommunikationsunternehmen weiter gestärkt sieht.

Die dritte erfolgreiche Entsendung sei ein weiterer Beleg für die rapiden Fortschritte, die OneWeb im Laufe des vergangenen Jahres gemacht habe. Das Unternehmen konnte Satelliten erfolgreich testen und einsetzen, weltweit Bodenstationen installieren, sich relevante Funkfrequenzen sichern und verschiedene Endgeräte entwickeln.

OneWeb möchte seine Kommunikations-Dienstleistungen unter anderem für die Bereiche Luft- und Seeverkehr zugänglich machen sowie mit Carrier-Netzwerken kooperieren, um die Services auch in ländlichen und entlegenen Gegenden der Erde bereitzustellen.

Bedarf an globaler Vernetzung ist gigantisch

Die aktuelle globale Coronakrise unterstreiche den enormen Bedarf an Konnektivität, insbesondere für ländliche und unzureichend vernetzte Gegenden rund um den Globus. Ob Telearbeit, Online-Unterricht oder der Zugang zu Gesundheitsinformationen und medizinischer Beratung - der Bedarf an Lösungen, die Menschen weltweit miteinander vernetzten, sei gewaltig.

Adrian Steckel, CEO von OneWeb, erklärt: "Qualitativ hochwertige Konnektivität ist als Rettungsleine zu verstehen, die Menschen auch in Zeiten wie diesen die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit oder ihre Ausbildung sichert und sie dabei unterstützt, sich mit wichtigen Gesundheitsinformationen versorgen zu können. Die Krise hat die zwingende Notwendigkeit für an jedem Ort verfügbare Konnektivität demonstriert und gezeigt, dass es für zahlreichen Organisationen eklatante Mängel bei der Konnektivität gibt." Das Satellitennetzwerk von OneWeb sei dafür gerüstet, vieler dieser kritischen Lücken in der weltweiten Kommunikationsinfrastruktur zu füllen.

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