RFID Ofenhersteller nutzt für die störungsfreie Fertigung UHF-Lösungen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der Haushaltsgerätehersteller V-Zug produziert für seine Kunden individuell konfigurierbare Öfen. Um die einzelnen Montageschritte genau zu überwachen und den Einbau der Einzelteile zu dokumentieren, kommt im gesamten Fertigungsprozess UHF-RFID-Technologie zum Einsatz.

In der Anlage werden Ultrahochfrequenz-Lesegeräte (UHF) eingesetzt, die Daten mit hoher Geschwindigkeit in einer Reichweite von bis zu acht Metern lesen und schreiben.
In der Anlage werden Ultrahochfrequenz-Lesegeräte (UHF) eingesetzt, die Daten mit hoher Geschwindigkeit in einer Reichweite von bis zu acht Metern lesen und schreiben.
(Bild: Siemens )

Kochkammer, Gehäuse, Verkabelung, Isolierung und Beleuchtung - die Ofenfertigung bei V-Zug umfasst zahlreiche Einzelschritte. Neben den Kernkomponenten können die Kunden auch Komfortstufen, Bedienelemente, Farben und Zubehör frei konfigurieren.

Hoher Individualisierungsgrad der Produkte

Um trotz dieses hohen Individualisierungsgrades eine reibungslose und vor allem fehlerfreie Produktion zu gewährleisten, kommen bei dem Schweizer Unternehmen RFID-Technologie und Bedienelemente aus dem Siemens-Portfolio zum Einsatz. Die Entscheidung für die RFID-Technologie fiel leicht.

Die Lösung unterstützt webbasiertes Management, d.h. die Anwender können ohne zusätzliche Software über einen Browser per IP-Adresse auf die Geräte im Werk zugreifen. Darüber hinaus bieten Transponder mehr Speicherplatz als Barcodes. "Big Data ist das Schlüsselwort, und dies wird nicht das letzte Projekt dieser Art bei V-Zug sein. Die Rückverfolgbarkeit hilft uns, die hohe Qualität unserer Produkte zu gewährleisten, Prozesse zu optimieren und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen", erklärt Fabian Anderhub, Prozessanalytiker bei V-Zug.

Jeder Schritt kann zurückverfolgt werden

Mit dem Schreib-/Lesegerät Simatic RF685R werden beispielsweise die Fertigungsnummer des Garraums und weitere Kenndaten wie Materialnummer, Kundenauftragsnummer und Zielort innerhalb der Anlage auf den Werkstückträgertransponder geschrieben. Die Visualisierung erfolgt über einen Panel-PC Simatic IPC477E. Da der Ofen nach dieser Station seinen ursprünglichen Träger "aufgeben" muss, befindet sich für nachfolgende Schritte ein Transponder direkt an der Seitenwand des Ofens.

V-Zug AG, der Schweizer Marktführer für Haushaltsgeräte, setzt im gesamten Herstellungsprozess auf RFID-Lösungen von Siemens.
V-Zug AG, der Schweizer Marktführer für Haushaltsgeräte, setzt im gesamten Herstellungsprozess auf RFID-Lösungen von Siemens.
(Bild: Siemens )

In der Anlage werden Hochfrequenz- und Ultrahochfrequenz-(UHF)-Lesegeräte der Simatic RF200- und RF600-Reihe eingesetzt, die die Transponder während des gesamten Fertigungsprozesses lesen und die Daten weiterleiten.

UHF-Technik bietet hohe Lesegeschwindigkeit

Dank der UHF-Technik können die Daten mit hoher Geschwindigkeit in einer Reichweite von bis zu acht Metern erfasst werden - ein wesentlicher Vorteil in Fällen wie diesem, in denen sich das Produkt bewegt. Nach der Endmontage wird der Ofen strengen Sicherheits- und Funktionstests unterzogen. Diese Daten werden auch an die Transponder weitergeleitet. Sollte der Ofen defekt sein, wird er sofort zur Reparatur geschickt.

Die Lösungen von Siemens entsprechen dem globalen industriellen Kommunikationsstandard Open Platform Communications United Architecture (OPC UA) und können problemlos in Betrieb genommen werden.

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