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nuSIM-Inititative: Telit ist Partner der Deutschen Telekom

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der Modullieferant Telit ist jetzt Partner der nuSIM-Initiative der Deutschen Telekom. Die nuSIM-Architektur ermöglicht die Entwicklung von extrem kompakten, energiesparenden und kostengünstigen IoT-Geräten, die mit physischen SIM-Karten nicht zu realisieren wären.

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nuSIM ermöglicht ultrakompakte Geräte, die mit einer physischen SIM-Karte nicht möglich wären - z.B. Wearables und Industriesensoren.
nuSIM ermöglicht ultrakompakte Geräte, die mit einer physischen SIM-Karte nicht möglich wären - z.B. Wearables und Industriesensoren.
(Bild: nuSIM)

Die nuSIM-Initiative verfolgt einen grundlegend neuen Ansatz für das Design von IoT-Systemen, indem sie die Funktionalität des Subscriber Identity Moduls (SIM) auf den Mobilfunk-Chipsatz überträgt. Das IoT-Gerät verfügt über die Anmeldeinformationen der Mobilfunkbetreiber, die bereits während der Fertigung programmiert werden, sodass die herkömmliche physische SIM-Karte überflüssig ist. Die nuSIM-Architektur hat folgende Vorteile:

  • Optimiert Design- und Fertigungsprozesse, da keine Kontakte, Leiterbahnen, Kartenhalter und andere Komponenten, die mit physischen SIMs verbunden sind, benötigt werden.
  • Ermöglicht ultrakompakte Geräteformfaktoren, die mit einer physischen SIM-Karte nicht möglich wären, z.B. Wearables und Industriesensoren.
  • Maximiert die Akkulaufzeit durch die Nutzung fortschrittlicher Energiesparmethoden, die nur dann erreichbar sind, wenn sich Modem und SIM die gleiche Hardware teilen.
  • Ermöglicht schnellere IoT-Implementierungen, da jedes Modul mit einer voll funktionsfähigen integrierten SIM-Karte geliefert wird.
  • Eliminiert Gemeinkosten im Zusammenhang mit der SIM-Logistik wie Kosten für die Lagerhaltung und die Abwicklung von Liefervorgängen.

nuSIM ermöglicht eine neue Generation von IoT-Geräten, -Anwendungen und -Geschäftsmodellen, die aus der Basis einer physischen SIM-Karte wegen des Formfaktors, des Stromverbrauchs und der Kosten nicht möglich wären. nuSIM hingegen ergänzt zudem mobile IoT-Technologien, die auf kompakte Geräte mit niedrigem Stromverbrauch setzen. Obendrein sollen diese Geräte kostengünstig gefertigt werden können.

Telit bringt Test-Know-how ein

Telit ist bereits seit vielen Jahren Partner der Deutschen Telekom und war der erste Modullieferant, der sich aktiv an der nuSIM-Initiative beteiligte. Telit ist unter anderem an der Entwicklung von nuSIM beteiligt und fungiert als Testumgebung für die Technologie.

"nuSIM ist ein entscheidender Schritt für das IoT, da es eine neue Reihe von Geräten ermöglicht, die kostengünstig in der Entwicklung und Herstellung sind, eine deutlich längere Akkulaufzeit haben und schnell eingesetzt werden können", sagt Omer Harel, Director of SIM Technologies bei Telit. "Dank unserer Expertise in diesem Bereich, sind wir in der Lage, die nuSIM-Initiative der Deutschen Telekom insbesondere bei der Konzeption von Testfällen und deren Ausführung zu unterstützen."

"Die Deutsche Telekom ist stolz darauf, mit Telit und anderen branchenführenden Partnern zusammenzuarbeiten, um nuSIM auf den Markt zu bringen", so Stefan Kaliner, Head of UICC Development bei der Deutschen Telekom. "Die Verlagerung der SIM-Funktionalität von der physischen SIM-Karte direkt auf den Chipsatz bringt erhebliche Kosten-, Zeit- und Platzersparnisse entlang der IoT-Wertschöpfungskette. Der neue Formfaktor ebnet den Weg für weitere Innovationen."

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