OPC UA für AutoID-Geräte

Neues Release der AutoID Companion Specification

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der AIM-D e.V. und die OPC Foundation haben gemeinsam die AutoID Companion Specification initiiert und kontinuierlich weiterentwickelt, um AutoID- und IT-Systeme in allen Anwendungsfeldern schneller zu koppeln. Kern der Companion Specification ist OPC UA für AutoID-Devices.

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AutoID-Topologie mit OPC UA
AutoID-Topologie mit OPC UA
(Bild: AIM)

Der Industrieverband AIM repräsentiert das globale Netzwerk der AutoID-Experten. AutoID-Systeme dienen der automatischen Identifikation von Objekten (Teile, Werkstücke, Ladungsträgern, Behälter etc.) in den Ablaufprozessen von Produktion und Logistik. Sie werden nun um Sensoren und Systeme für Echtzeitortung (RTLS: Real-Time Locating Systems) ergänzt, um Umgebungsbedingungen und Orte zu erfassen.

OPC UA - ein zukunftssicherer Kommunikationsstandard

OPC Unified Architecture (OPC UA) ist ein Interoperabilitäts-Baukasten und dient der einfachen und sicheren Integration der Produktionssteuerung und anderer Systembereiche mit den führenden Enterprise-IT-Systemen (siehe auch.) AIM und die OPC Foundation schaffen somit eine wesentliche Grundlage für die Digitalisierung der Wertschöpfung: Smart Connected, Smart Factory, Industrie 4.0, Internet der Dinge.

Die im Jahr 2016 erstmals veröffentlichte OPC Unified Architecture for AutoID Companion Specification ist inzwischen von vielen AutoID-Herstellern in die Geräte integriert worden. Wie am OPC Foundation Messestand auf der Hannover Messe 2019 zu sehen war, sind inzwischen Barcode-, HF- und UHF-Geräte mit OPC UA Schnittstelle verfügbar: Ein einheitlicher, sicherer Austausch von Daten und Informationen von unterschiedlichsten Geräten verschiedener Hersteller ist also Realität.

Stand der OPC Foundation auf der Hannover Messe 2019
Stand der OPC Foundation auf der Hannover Messe 2019
(Bild: OPC Foundation)

Die unterlagerte Basistechnologie liefert OPC UA als zukunftssicheren Kommunikationsstandard nicht nur in der Automatisierungsbranche. Das Who´s Who der wichtigsten AutoID Hersteller unterstützt diese Initiative – darunter Balluff, Harting, Leuze, Pepperl+Fuchs, Sick, Siemens und Turck sowie weitere Hersteller mit den unterschiedlichsten Gerätetypen.

Auf der Hannover Messe 2019 kündigte der AIM-D Verband gemeinsam mit der OPC Foundation das nächste Release der Companion Specification an. Wichtige Neuerung ist die weitere Vereinfachung der Anbindung von AutoID-Geräten aus Anwender-Sicht. So können nun AutoID-Geräte mit wenig Aufwand an eine SPS oder ein MES-System gekoppelt werden.Insbesondere einfachere Szenarien, bei denen nur wenige Objekte via AutoID-Technologie erkannt werden sollen, sind nun schneller umsetzbar.

OPC UA hat seit 2016 an Bedeutung gewonnen

In der ersten Companion Specification wurden die AutoID-Daten über die in der IT-Welt gängigen Mechanismen per Service-Dienst ausgetauscht. Nun stehen die Daten parallel auch per einfachen Variablen für den Austausch in der OT-Welt zwischen AutoID-Gerät und Host zur Verfügung. Selbstverständlich steht aber weiterhin die bekannte Funktionalität der Companion Specification zur Verfügung; OPC UA als Basis kann hier beide Welten ideal unterstützen und zusammenführen.

Die AutoID-Hersteller sind damit bestens gerüstet, die steigende Nachfrage von Endanwendern nach OPC UA basierten Schnittstellen zu bedienen. OPC UA hat seit 2016 noch mehr an Bedeutung gewonnen. Der Beitritt z.B. des Volkswagen-Konzerns in die OPC Foundation im Jahr 2018 zeigt, dass auch die Automobilindustrie als eine der Schlüsselbranchen Deutschlands OPC UA für wichtig erachtet.

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