Trend-Dossier 2019

Neue Mobilitätskonzepte auf IoT-Basis

| Autor/ Redakteur: Andreas Riepen / Sebastian Human

Das Internet of Things an sich ist auch im Jahr 2019 eines der wichtigsten Trendthemen. Gartner rechnet alleine im Zeitraum von heute bis ins Jahr 2020 mit einer Verdoppelung der vernetzten IoT-Geräte. IDC geht sogar davon aus, dass sich die Zahlen verdreifachen.

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Wenn auch die Mobilität zunehmend smart wird, muss die Security mitziehen.
Wenn auch die Mobilität zunehmend smart wird, muss die Security mitziehen.
( Bild: Pexels / CC0 )

Kein Wunder, denn die Anwendungsfälle sind mannigfaltig. Dazu zählen das Transportwesen inklusive Connected Cars, Smart Entertainment mit seinen Set-Top-Boxen oder das Energiemanagement, mit dem sich dank Smart Metering hohe Einsparpotenziale erzielen lassen. Aber auch in der Produktion oder im Bereich Umwelttechnologien bietet das IoT viele Vorteile. Ganz besonders starke Wachstumsmärkte sind auch das Home-IoT und Smart Cities, auch wenn wir uns hier derzeit noch im Anfangsstadium befinden.

Aber: Rund um den Globus werden aktuell neue Mobilitätskonzepte entwickelt, beispielsweise um den drohenden Verkehrskollaps in den Städten abzuwenden. Und hierzulande suchen Verantwortliche gerade nach neuen Möglichkeiten, um die hohen CO2-Werte in den Griff zu bekommen und den geforderten Fahrverboten entgegenzuwirken.

Geeignete Security-Konzepte notwendig

Eine der größten technologischen Herausforderungen im Zusammenhang mit den vielen neuen IoT-Projekten ist es, geeignete Sicherheitskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Wie eine Gartner-Umfrage zeigt, sehen mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen die größten Hürden bei der Umsetzung von IoT in den Themen Security und Privacy. Das zeigt, dass Sicherheitslösungen eine ganz zentrale Rolle spielen, wenn es um die Planung, Umsetzung oder Inbetriebnahme einer IoT-Lösung geht. Infonetic Research hat ermittelt, dass für Nutzer die Themen Datendiebstahl, finanzielle Verluste und der Kontrollverlust über das geistige sowie das Unternehmenseigentum im Vordergrund stehen.

Diese Sicherheitsbedenken existieren völlig zu Recht. Denn aktuell zeigen insbesondere automatisierte Bot-Attacken auf IoT-Geräte eine erschreckend hohe Trefferquote. So ließen sich in mehr als der Hälfte aller Angriffe, die vom Security Operation Center (LSOC) in Mitteleuropa abgewehrt wurden, Server-basierte Bot-Netze nachweisen. Die Angriffsmuster sind bekannt: Mit Brute-Force-Attacken wird versucht, veröffentlichte Sicherheitslücken in den Geräten auszunutzen oder Zugangsdaten zu stehlen. Cyberkriminelle verfolgen zudem das Ziel, Malware einzuschleusen oder mit DDoS-Angriffen die Systeme komplett lahmzulegen.

Für sichere Übertragungswege sorgen

Um dem entgegenzuwirken, ist es nicht nur zwingend erforderlich, Sensoren und Geräte, die im Internet of Things zum Einsatz kommen, sicherer zu entwickeln, sondern auch bei der Datenübertragung zu einem Rechenzentrum oder einem Cloud-Dienst geeignete Sicherheitsverfahren zu implementieren. Neben der Verschlüsselung der Daten während der Übertragung dürfen deshalb auch nur zertifizierte und autorisierte IoT-Systeme zugelassen werden. Diese müssen eine Hochverfügbarkeit der IoT-Lösung durch redundante Backend-Systeme und intelligentes Traffic Management garantieren. Zudem ist unabdingbar, dass sie die wichtigsten IoT-Protokolle wie HTTP, MQTT (Message Queuing Telemetry Transport) oder CoAP (Constrained Application Protocol) absichern.

Andreas Riepen ist Vice President DACH bei F5 Networks.
Andreas Riepen ist Vice President DACH bei F5 Networks.
( Bild: F5 Networks )

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal Industry of Things erschienen.

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