HF-RFID-Cloud-Anbindung

Neue Kommunikationsmodule unterstützen OPC UA

| Redakteur: Jürgen Schreier

Nach der Einführung der Kommunikationsmodule Simatic RF185C, RF186C und RF188C bringt Siemens mit Simatic RF186CI und RF188CI zwei weitere Geräte auf den Markt. Neben der Möglichkeit zum Anschluss von zwei oder vier RFID-Readern verfügen beide Module über einen zusätzlichen Anschluss für digitale I/Os.

Firma zum Thema

Durch die Cloudanbindung von HF-RFID-Systemen eröffnen sich den Anwendern neue Möglichkeiten in der Nutzung der aus den RFID-Transpondern gewonnenen Daten. So können Betriebsmittel digital erfasst und nachverfolgt werden.
Durch die Cloudanbindung von HF-RFID-Systemen eröffnen sich den Anwendern neue Möglichkeiten in der Nutzung der aus den RFID-Transpondern gewonnenen Daten. So können Betriebsmittel digital erfasst und nachverfolgt werden.
( Bild: Siemens )

Simatic RF186CI und RF188CI heißen zwei zwei weitere Kommunikationmodule, die Siemens auf den Markt gebracht hat. Beide unterstützen als Internet of Things(IoT)-Schnittstelle OPC UA (Unified Architecture - Standard für den Datenaustausch als plattformunabhängige, service-orientierte Architektur) und kommunizieren über das Datenmodell der OPC UA Auto ID Companion Spezifikation V1.0.

Dies ermöglicht eine herstellerunabhängige Kommunikation in der Automatisierung sowie eine standardisierte Anbindung der Kommunikationsmodule an Cloud-Applikationen wie das offene, cloudbasierte IoT-Betriebssystem MindSphere über ein Industrial IoT-Gateway. So ebnet Siemens den Weg für die Hochfrequenz(HF)-RFID-Cloud-Anbindung.

Anschluss von zwei oder vier RFID-Readern möglich

Die neuen Kommunikationsmodule Simatic RF186CI und RF188CI bieten auf Basis des integrierten IO-Link Master neben der Möglichkeit zum Anschluss von zwei oder vier RFID-Readern auch einen zusätzlichen Anschluss für digitale I/Os. Über den IO-Link Master ist ohne weitere Konfiguration der Anschluss verschiedener IO-Link Hubs beziehungsweise Standard-Sensoren oder -Aktoren möglich.

So lassen sich zum Beispiel Lichtschranken, Näherungsschalter oder Weichen in die Produktionsanlage integrieren. Darüber hinaus kann auch ein I/O-Erweiterungsmodul mit bis zu acht Ein- und Ausgängen integriert werden, an dem der gemischte Anschluss und Betrieb von Aktoren und Sensoren erfolgt. Durch je zwei M12-Stecker für Ethernet und Spannungsversorgung und einen integrierten Switch unterstützen die Kommunikationsmodule den Aufbau von Stern-, Linien- und Ringstruktur. Damit kann jede Art von Applikation schnell und kosteneffizient realisiert werden.

Konfiguration über TIA-Portal oder webbasiertes Management

Die neuen, L-codierten M12-Stecker erlauben einen hohen Durchleitungsstrom von bis zu 16 Ampere in einem Linienaufbau und reduzieren damit den Verkabelungsaufwand. Neben dem bewährten Zugriff auf Konfigurations-, Inbetriebnahme- und Diagnosetools über das TIA-Portal ist dies nun auch über das webbasierte Management möglich.

Dies sowie die einstell- und parametrierbare Diagnose und die Anzeige von Fehlermeldungen und Betriebszuständen (beispielsweise Transponder im Feld und Status) per LED (Light Emitting Diode) erleichtern sowohl Inbetriebnahme als auch Fehlersuche und Service. So kann durch das integrierte Logbuch nach Stunden und gar Monaten noch nachvollzogen werden, wann ein Fehler aufgetreten ist.

Um bis zu 20 Prozent gesteigerter Datendurchsatz erreichbar

Durch die Cloudanbindung von HF-RFID-Systemen wie Simatic RF200 und RF300 bieten sich den Anwendern neue Möglichkeiten in der Nutzung der aus den RFID-Transpondern gewonnenen Daten. So können Betriebsmittel wie Behälter oder Paletten digital erfasst und nachverfolgt werden. Die Analyse der in die Cloud gesendeten Daten macht KPIs (Key Performance Indicator - Leistungskennzahl) wie Anlagenverfügbarkeit oder Auslastungsgrad transparent und führt damit zur Optimierung von Produktionsprozessen.

Die neuen Kommunikationsmodule eignen sich zum Einsatz überall dort, wo RFID-Reader von Simatic Ident zur Anwendung kommen. Abhängig von der Applikation profitieren Anwender laut Siemens von einem um bis zu 20 Prozent gesteigerten Datendurchsatz gegenüber den Vorgängerbaugruppen. Durch die Schutzart IP67 (Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser) sowie kompakte Bauform eignen sich die in Deutschland entwickelten und gefertigten Kommunikationsmodule besonders für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen und den Einbau bei beengten Platzverhältnissen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 46045894)

Pixabay; Deutsche Messe; ON Semiconductor; Turck; Siemens; gemeinfrei; metamorworks - stock.adobe.com; Owasys; Telit; ©xb100 - stock.adobe.com; iStock/rpeters86/Vodafone; Universität Stuttgart IFF/Fraunhofer IPA/Rainer Bez