Virtualisierung

Mit Telco-Cloud-Plattform von VMware schneller 5G-ready

| Redakteur: Jürgen Schreier

VMware präsentierte beim MWC19 Innovationen, die Telekom-Dienstleistern helfen sollen, die 5G-Technologie zu nutzen und in die Cloud einzusteigen. Darüber hinaus kündigte das Unternehmen einen Ausbau der Beziehungen zu AT&T und Vodafone sowie eine erweiterte Allianz mit Ericsson und eine neue Partnerschaft mit T-Systems an.

Telekommunikationsdienstleister müssen sich, wenn sie die Vorteile von 5G ausschöpfen wollen, über ihr gesamtes Netzwerk und die gesamte Unternehmens-IT zu virtualisierten Telco-Cloud-Anbietern wandeln.
Telekommunikationsdienstleister müssen sich, wenn sie die Vorteile von 5G ausschöpfen wollen, über ihr gesamtes Netzwerk und die gesamte Unternehmens-IT zu virtualisierten Telco-Cloud-Anbietern wandeln.
( Bild: Pixabay / CC0 )

Telekommunikationsdienstleister müssen sich über ihr gesamtes Netzwerk und die gesamte Unternehmens-IT zu virtualisierten Telco-Cloud-Anbietern wandeln, wenn sie die Vorteile von 5G voll ausschöpfen und gleichzeitig Risiken minimieren wollen. VMware bietet nach eigenem Bekunden die branchenweit einzige umfassende 5G Telco-Cloud-Plattform an. Diese ist sowohl für 4G als auch für 5G optimiert. Die Architektur unterstützt beide Netzwerke, was Telcos hilft, schneller 5G-ready zu werden.

Virtualisierte Architektur ermöglicht neue Mehrwertdienste

„5G befindet sich an einem Wendepunkt, und die heute getroffenen Planungsentscheidungen werden auf Telekommunikationsanbieter weitreichende finanzielle und operative Auswirkungen haben“, so Shekar Ayyar, Executive Vice President, Strategy und Corporate Development sowie General Manager, Telco NFV Group von VMware. „Durch die Abkehr von unflexiblen, hardwaredefinierten Architekturen der Vergangenheit und die Einführung von 5G als voll virtualisierte Architektur werden Telco-Unternehmen in der Lage sein, Wettbewerber durch neue Mehrwertdienste zu schlagen und die Leistung und betriebliche Effizienz ihrer Netzwerke zu verbessern. VMware bietet heute die beste Grundlage für die 5G-fähige Telco Cloud."

AT&T setzt VMware SD-WAN by VeloCloud ein, um Unternehmen durch die Implementierung von 5G-Funktionen in das softwaredefinierte Networking in WAN eine neue Qualität der Netzwerkkontrolle zu bieten. Vor kurzem hat AT&T das erste mobile 5G-Netzwerk in den USA vorgestellt. Damit Unternehmen weitere Schritte in Richtung 5G gehen und sich für das transformative 5G-Netzwerk rüsten können, sind neue Wege und schnellere Netzwerke notwendig.

Als Teil dieses Prozesses bietet AT&T SD-WAN-Dienste, die mit dem landesweiten AT&T Wireless Broadband-Angebot funktionieren. AT&T Wireless Broadband ist Teil der Fixed Wireless-Säule der AT&T 5G-Strategie. Unternehmen können nun erstmals softwaredefinierte Networking mit dem landesweiten AT&T-Mobilfunknetz nutzen und in Zukunft problemlos auf 5G upgraden, wenn es durch einen einfachen Modemwechsel bereit ist.

Der nächste Schritt: Kombination SD-WAN und 5G

AT&T SD-WAN unterstützt Unternehmen in Sachen Flexibilität, indem sie Netzwerktechnologien auf Standortbasis auswählen können, z.B. VPN, kabelgebundenes Internet und Mobilfunk – mit der Möglichkeit, SD-WAN- und Nicht-SD-WAN-Standorte zu kombinieren. Mit SD-WAN kann der Geschäftsverkehr über das drahtlose Breitbandnetzwerk priorisiert und gesteuert werden, sodass geschäftskritische Anwendungen (beispielsweise ein Kassensystem) Vorrang haben.

Zum ersten Mal wird mit der möglichen Kombination beider Technologien die Steuerung sowohl in die Software (SD-WAN) als auch in das Transportmittel (Mobilfunknetz) integriert. Zuvor stellte SD-WAN die Intelligenz bei der anwendungsorientierten Vernetzung eines Unternehmens dar und wies jeder Anwendung ein Transportnetzwerk zu, woraufhin der Transport einfach durchgeführt wurde. Weil das softwaredefinierte Netzwerk jetzt bis in das Mobilfunknetz hineinreicht, kann diese Intelligenz nun auch auf den Transport übertragen werden: Netzwerk-Verkehr lässt sich nach Gerät oder Anwendung priorisieren.

Mit Multi-Cloud-Strategien Kosten senken

Die globale Partnerschaft VMware und Ericsson hat zu Ziel, die Bereitstellung und den Betrieb einer Kombination aus Anwendungen von Ericsson und der VMware vCloud NFV-Plattform für Cloud Service Provider (CSPs) zu vereinfachen. Die Kooperationsvereinbarung festigt die seit 2012 bestehende enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen und ermöglicht CSPs, die Umsatzrealisierung neuer Telekommunikationsdienste zu verkürzen.

Die Allianz umfasst technische Kollaborations- und Interoperabilitätstests für das gesamte Ericsson-Portfolio an virtuellen Netzwerkfunktionen, Billing- und Charging-Lösungen, Automatisierung und Orchestrierung mit der VMware vCloud NFV-Plattform, um CSPs schnellere, kostengünstigere und getestete virtualisierte Lösungen bereitzustellen. Diese Lösungen werden immer wichtiger, weil die Telcos zunehmend auf Multi-Cloud-Strategien setzen, um Kosten zu senken und Ressourcen zu optimieren.

Um CSPs den effizienten Einsatz und Betrieb kommerzieller, virtualisierter Netzwerke zu ermöglichen, arbeiten die beiden Unternehmen zum Beispiel im Bereich Cloud Core und Cloud Communication auf technischer Ebene zusammen. Auf diese Weise soll eine optimierte Performance und Plattformnutzung für große Workloads gewährleistet werden. Die Unternehmen haben darüber hinaus in ein Certification Lab investiert, in dem die Interoperabilität der Ericsson VNF und VMware vCloud NFV-Plattform getestet, zertifiziert, das System verifiziert, optimiert und dokumentiert wird.

Heute verfügen Ericsson und VMware über mehr als 50 Kommunikationsdienstleister, die mobile Produktionsnetzwerke mit Ericsson VNFs auf einer VMware vCloud NFV-Plattform in Echtzeit betreiben.

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen WMware und T-Systems baut T-Systems für Kunden jetzt virtuelle Rechenzentren in der Amazon-Cloud. Zusammen VMware verbindet T-Systems die Private Cloud eines Unternehmens mit der Public Cloud von Amazon Web Services (AWS). Den entsprechenden Vertrag unterzeichneten Pat Gelsinger, CEO VMware, und Adel Al-Saleh, CEO T-Systems, auf dem MWC19 in Barcelona.

T-Systems baut virtuelle Rechenzentren auf AWS

„Die Cloud-Welt ist hybrid. Die meisten Unternehmen nutzen mehrere Plattformen und Services“, erklärte T-Systems-CEO Adel Al-Saleh, C. „Es freut mich, dass wir unsere lange Partnerschaft mit VMware ausbauen. VMware ist führend in Cloud-Infrastruktur. AWS bietet die größte Public Cloud. Unser neuer Managed Service VMware Cloud auf AWS erlaubt es unseren Kunden, von der AWS-Cloud zu profitieren und ihre Investition in VMware zu optimal zu nutzen.“

Ein komplettes Rechenzentrum wird auf Maschinen von AWS abgebildet. Das bedeutet zum Beispiel: Unternehmen können ihre IT-Ressourcen rund um den Globus schnell und günstig erhöhen, ohne in eigene Rechenzentren zu investieren. Und sie übernehmen dabei die gewohnten Tools und Prozesse.
Ein komplettes Rechenzentrum wird auf Maschinen von AWS abgebildet. Das bedeutet zum Beispiel: Unternehmen können ihre IT-Ressourcen rund um den Globus schnell und günstig erhöhen, ohne in eigene Rechenzentren zu investieren. Und sie übernehmen dabei die gewohnten Tools und Prozesse.
( Bild: T-Systems )

“VMware Cloud auf AWS ermöglicht es Kunden, zügig Wert aus der Hybrid Cloud zu schöpfen. Denn die Lösung bietet übergreifend für die Private und Public Cloud die gewohnte Architektur und die gleichen Anwendungen", so VMware-CEO Gelsinger. Wir freuen uns, dass T-Systems gemanagte Services für VMware Cloud auf AWS anbietet. Damit können Unternehmen schneller in die Cloud, ihre Rechenzentren modernisieren und die Effizienz ihrer IT erhöhen.“

Mit VMware Cloud auf AWS können Kunden ihre Rechenzentren schnell um ein virtuelles Rechenzentrum in der Public Cloud erweitern. T-Systems managt diesen Service. So lassen sich Daten und Applikationen zwischen der Private Cloud von VMware und der Public Cloud von AWS verschieben.

VMware hat dafür eine Lösung gebaut. Ein komplettes Rechenzentrum wird auf Maschinen von AWS abgebildet. Das bedeutet z.B., dass Unternehmen ihre IT-Ressourcen rund um den Globus schnell und günstig erhöhen können, ohne dass sie in eigene Rechenzentren investieren müssen. Und sie übernehmen dabei die gewohnten Tools und Prozesse.

Vodafone nutzt VMware-Services in allen operativen Märkten

Vodafone erweitert sein Produktportfolio um die Cloud-Infrastruktur von VMware. Damit stärkt Vodafone das eigene Netzwerk sowie die operative Agilität und steigert die Kosteneffizienz. VMware ist der wichtigste strategische Partner von Vodafone für Telco-Cloud-Infrastruktur-Services.

Die Services von VMware werden weltweit in allen operativen Vodafone-Märkten genutzt. Sie sind in 15 Ländern und an mehr als 50 Standorten im Einsatz und verzeichnen eine steigende Anzahl an Nutzern in mehr als 300 essenziellen Netzwerkfunktionalitäten.

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