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Lichtfunk in der Flugzeugkabine

| Redakteur: Jürgen Schreier

LiFi kommt dank aeroLiFi, einem Partner von pureLiFi, jetzt auch in die Flugzeugkabine. Auf der Fachmesse Aircraft Interiors Expo 2019 in Hamburg präsentierte aeroLiFi eine Demo zum Streaming von Videos auf mehrere Bildschirme mithilfe von LiFi.

Lichtfunk in 40.000 Fuß Höhe: Das Unternehmen aeroLiFi präsentierte auf der Aircraft Interiors Expo 2019 in Hamburg ein Multimedia-LiFi-Netzwerk für die Flugzeugkabine.
Lichtfunk in 40.000 Fuß Höhe: Das Unternehmen aeroLiFi präsentierte auf der Aircraft Interiors Expo 2019 in Hamburg ein Multimedia-LiFi-Netzwerk für die Flugzeugkabine.
( Bild: Pixabay / CC0 )

LiFi nutzt sowohl das sichtbare als auch das unsichtbare Licht der LEDs zur Übertragung von IFE-Daten und einer Internetverbindung. Die Technologie erfordert keine komplexe Infrastruktur, benötigt lediglich einen Server und das Backbone mit LED-Leuchten zum Senden und Empfangen der Daten. Jede LED-Lampe ist ein potenzieller Access Point.

Eine sichere und ungefährliche Technik

Birger Timm, Geschäftsführer der aeroLiFi GmbH, Wessling, sagt: "LiFi bietet eine stabile Kommunikationsverbindung, die nicht beeinträchtigt wird und die genügend Kapazität für jeden Passagier hat, um HD- und 4K-Inhalte zu streamen. Wir tun dies, indem wir die Anzahl der Personen, die jede Zelle nutzen, reduzieren und den Fluggesellschaften die Möglichkeit geben, vielen Menschen auf kleinem Raum einen konsistenten Datenstrom zur Verfügung zu stellen."

LiFi ist sowohl sicher als auch für Mensch und Umwelt ungefährlich. Da es Lichtwellen und keine Mikrowellen verwendet, trägt es nicht zum Elektrosmog bei. Zudem sind LiFi-Verbindungen sehr schwer zu hacken, da der Datentransfer von einer Sichtverbindung abhängt. "Es ist nicht unmöglich, sich in ein LiFi-Netzwerk zu hacken, aber es ist nicht einfach. Man muss dazu zwischen die Lichtquelle und den Empfänger gelangen. In einem Flugzeug bedeutet das effektiv, dass man dazu auf dem Knie eines anderen Passagiers sitzen müsste, was jedoch ziemlich auffällig wäre", so Timm. Auch der Einsatz von LiFi im Cockpit für flugkritische Anwendungen wäre aus diesem Grund denkbar.

LiFi funktioniert auch im Infrarot-Spektrum

LiFi kann sowohl sichtbares Licht als auch Infrarot nutzen, weshalb die Zugangspunkte auch dann weiterarbeiten würden, wenn in der Kabine Dunkelheit herrscht. "LiFi ist perfekt für die Flugzeugkabine, da es eine minimale physische Infrastruktur erfordert, eine stabile und konsistente Datenübertragung bietet und sicher ist", zeigt sich aeroLiFi-CEO Timm überzeugt.

aeroLiFi hat die codierte Caching-Technologie von Cadami in seine Lösung integriert, die dazu beträgt, die die Größe der verfügbaren Videoinhaltsbibliothek zu erhöhen. Das Caching verhindert, dass die Darstellung des Inhalts unterbrochen wird, wenn die Lichtquelle aus irgendeinem Grund blockiert ist.

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