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Jubiläum: Ein Jahr 5G Lab

| Redakteur: Jürgen Schreier

Das 5G Lab von Vodafone feiert Geburtstag. In den ersten 365 Tagen erlebten dort mehr als 2300 Besucher 5G in Form verschiedener Showcases. Technisches Highlight war das Hologramm-Gespräch von Vodafone-Deutschland-CEO Hannes Ametsreiter zum Start des ersten 5G-Masts im 5G Mobility Lab.

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Vor einem Jahr eröffnete Vodafone sein 5G Lab.
Vor einem Jahr eröffnete Vodafone sein 5G Lab.
( Bild: Vodafone )

Seit einem Jahr funkt im Düsseldorfer Zukunftslabor von Vodafone das neue 5G-Netz. In den ersten 365 Tagen zählte das Lab 2300 Besucher bei mehr als 230 Touren. Zwischen ganz viel Zukunftstechnik und Messkammern arbeiten viele verschiedene Teams, um 5G nicht nur auf jedes Endgerät zu bringen, sondern auch um neue Anwendungen greifbar zu machen. Britta Rudolphi, Leiterin der technischen Innovationsabteilung im 5G Lab, blickt zurück auf das vergangene Jahr.

Bei 5G hat die Industrie den Vortritt

Ein kurzer Blick in die Neurologie: Das menschliche Nervensystem kann auf einen Reiz innerhalb einer Millisekunde reagieren. So weit, so gut. Doch was hat das mit Mobilfunk zu tun? Die neue Mobilfunkgeneration 5G hat die gleiche Latenzzeit wie das Nervensystem. Heißt: Innerhalb von einer Millisekunde können Daten von einem Ort zum anderen transportiert werden. Dabei sind Bandbreiten von mehreren Gigabit pro Sekunde möglich. Das ist das superschnelle Netz der Zukunft.

Bis die ersten Kunden mit Smartphones im Netz der Zukunft unterwegs sein werden, wird es noch dauern. Zu Beginn wird 5G vor allem für die Industrie wichtig. Bereits seit einem Jahr testet Vodafone im 5G Lab die neue Technologie und entwickelt zusammen mit Partnern komplexe und innovative Lösungen, die mit der nächsten Mobilfunkgeneration in den Alltag Einzug halten werden.

5G macht Echtzeit möglich

Auf Besucher des Labs warten verschiedene Showcases, die darstellen, wie 5G funktioniert und welche Innovationen in Zukunft möglich sein werden: Vernetzte Roboter, die sich völlig synchron aus der Ferne bewegen lassen, ferngesteuerte Autos und natürlich der teleoperierte Kran: Was für viele nach Zukunftsmusik klingt, ist hier schon Realität. Der Fahrer im Lab hat dabei Zugriff auf verschiedene hochauflösende Kamera-Perspektiven und kann so den Modellkran mit dem Gefühl von 5G in seinen Händen steuern. Die Messkammer ist das Herzstück des 5G Labs.

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Auf den 20 Quadratmetern der Testing Area erproben die lokalen und globalen Technik-Teams innerhalb Smartphones, Antennen und Sensoren für das Internet der Dinge – beim 5G-Härtetest. In Düsseldorf erhalten Endgeräte Eintritt in die 5G-Welt von Vodafone. Sie bekommen hier den globalen 5G-Stempel. Damit sind sie bereit für den Einsatz rund um den Globus im Vodafone-Netz.

Ein Telekom-Chef als Hologramm

Aus der Innovationssicht war das größte Highlight des letzten Jahres das Hologramm-Gespräch von Vodafone-Deutschland-CEO Hannes Ametsreiter zum Start des ersten 5G-Mast im 5G Mobility Lab. Während in einem Elektro-Kleinbus im 70 Kilometer entfernten Aldenhoven die Journalisten Platz nahmen, um mit Ametsreiter über die neueste Mobilfunkgeneration zu reden, war dieser nicht selbst vor Ort: Er ließ sich als Hologramm dazu schalten.

„Es war einfach ein magischer Moment für das gesamte Team, wenn zum ersten Mal, Ende zu Ende, eine Verbindung steht, die komplett über die neue Technologie läuft“, erinnert Rudolphi sich an das Event. „In dieses Projekt wurde viel Zeit investiert und wir waren mit vielen Unwägbarkeiten konfrontiert. Deswegen war das ein großer Erfolg für uns.“

Und was steht für das nächste Jahr an? „Eine der großen Herausforderungen des nächsten Jahres ist das Thema Network Slicing“, berichtet Rudolphi. Network Slicing bedeutet, dass Betreiber in der Lage sind, ihre Netz-Infrastruktur nach Bedarf zu orchestrieren und dadurch anwendungsbezogen zur Verfügung zu stellen. 5G schneidert perfekt passende "Netzscheiben" und stellt diese den Nutzern individuell zur Verfügung.

Netze perfekt geschneidert

Ähnlich wie der perfekt geschnittene Anzug vom Schneider, der eben nicht von der Stange kommt. Denn Smartphones, Autos, Roboter und Co. stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an das Mobilfunknetz, damit sie bestmöglich funktionieren. „Wir müssen das Netz der Zukunft noch flexibler gestalten, um den verschiedenen Anforderungen der Endverbraucher gerecht werden zu können“, fasst Britta Rudolphi zusammen. Für sie sieht die Zukunft so aus: „Die Nutzung unseres Netzes als Ressource wird immer intuitiver, jeder Nutzer bekommt das, was er wirklich braucht – auch über kurze Zeiträume hinweg.“

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