5G-Industry Campus Europe IT Center der RWTH beteiligt sich am Aufbau des 5G-Forschungsnetzes

Redakteur: Jürgen Schreier

Neuer Konsortialpartner, der den Aufbau des 5G-Forschungsnetzes in Aachen weiter vorantreiben will, ist das IT Center der RWTH Aachen. Es zeichnet für die Glasfaseranbindung der verschiedenen Teilnetze, den Betrieb des 5G-Netzes und die Außenantennen des 5G-Industry Campus Europe verantwortlich.

Das IT Center der RWTH Aachen ist unter anderem für die Glasfaseranbindung des 5G-Netzes zuständig.
Das IT Center der RWTH Aachen ist unter anderem für die Glasfaseranbindung des 5G-Netzes zuständig.
(Bild: IT Center RWTH Aachen)

Der Aufbau des 5G-Forschungsnetzes in Aachen schreitet weiter voran: Nach der Förderzusage des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Oktober 2019 erteilte die Bundesnetzagentur die erste Lizenz zum Betrieb des 5G-Netzes am Campus Melaten der RWTH Aachen. Mit im Boot ist jetzt auch das IT Center der RWTH Aachen, das die Initiative dabei unterstützt, weitere Hochschulinstitute an die neue Mobilfunktechnologie anzubinden.

Neue Anwendungen und Systeme für eine digitalisierte und vernetzte Produktion zu entwickeln, ist das Ziel am 5G-Industry Campus Europe: Nun wurde eine erste 5G-Lizenz der Bundesnetzagentur im Bereich von 3,7 bis 3,8 Gigahertz für den Betrieb des 5G-Netzes für industrielle Anwendungen am Campus Melaten der RWTH Aachen erteilt.

BMVI fördert Projekt mit Gesamtsumme von 6,2 Millionen Euro

Das Projekt unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT, an dem sich auch das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) e. V an der RWTH Aachen beteiligen, wird mit einer Gesamtsumme von 6,2 Millionen Euro durch das BMVI gefördert und zusammen mit dem schwedischen Mobilfunknetzausrüster Ericsson durchgeführt.

Als neuer Kooperationspartner ist nun das IT Center der RWTH Aachen zum Konsortium hinzugestoßen. Das IT Center ist für die Glasfaseranbindung der verschiedenen Teilnetze, den Betrieb des 5G-Netzes und die Außenantennen des 5G-Industry Campus Europe verantwortlich.

Darüber hinaus haben das Fraunhofer IPT und das IT Center beschlossen, gemeinsam die Kompetenzen im Bereich 5G an der RWTH Aachen auszubauen und weitere Institute der Aachener Hochschule an die neue Mobilfunktechnologie anzubinden, um weitere Anwendungsfelder von 5G zu erforschen. In Aussicht steht auch eine Erweiterung des 5G-Industry Campus Europe über den Campus Melaten hinaus auf den Campus West und das RWTH-Zentrum.

"Wir freuen uns, als IT Center der RWTH Aachen den Aufbau des 5G-Netzes auf dem 5G-Industry Campus Europe zu unterstützen und mit dem Fraunhofer IPT den Ausbau von 5G an der RWTH Aachen zu beschleunigen. Den Instituten der Hochschule bringt unsere Kooperation neue Möglichkeiten für Forschungs- und Industrieprojekte mit einer hohen Relevanz für die Zukunft", bestätigt Prof. Matthias Müller, Direktor des IT Centers der RWTH Aachen.

Kooperation macht zusätzliche Anwendungsszenarien möglich

"Mit der Erteilung der Lizenz durch die Bundesnetzagentur haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht, um mit dem 5G-Industry Campus Europe durchzustarten und das Netzwerk aus dem Stadium des Aufbaus in die Phase des Betriebs zu überführen", erläutert Niels König, der das Projekt auf Seiten des Fraunhofer IPT leitet und koordiniert.

Die Projektpartner des 5G-Industry Campus Europe untersuchen in bisher sieben Teilprojekten unterschiedliche Anwendungsszenarien – von 5G-Sensorik für die Überwachung und Steuerung hochkomplexer Fertigungsprozesse über mobile Robotik und Logistik bis hin zu standortübergreifenden Produktionsketten. Die Kooperation mit dem IT Center der RWTH Aachen eröffnet den Instituten der Hochschule im Bereich der erweiterten Netzabdeckung nun die Möglichkeit, sich mit zusätzlichen Anwendungsszenarien an den 5G-Industry Campus Europe anzuschließen.

Das Projekt 5G-Industry Campus Europe zielt unmittelbar auf die Einführung des neuen Mobilfunkstandards in der produzierenden Industrie. Interessierte Unternehmen und Forschungspartner, die sich informieren oder beteiligen möchten, können das Konsortium über die Projektwebseite kontaktieren.

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