TransMIT Innovationscluster für drahtlose Sensor-Netzwerke gegründet

Redakteur: Jürgen Schreier

Mit dem "Kooperationsnetzwerk Drahtlose Sensornetzwerke" soll die branchenübergreifendes Kooperation von Elektrotechnik über Maschinenbau bis IT gefördert werden, um den Mitgliedsunternehmen die Benefits drahtloser Sensornetze zu erschließen. Der Innovationscluster bringt Experten, Entwickler und Anwender aus Forschung und Wirtschaft zusammen

Die Kunden verlangen von Sensor-Herstellern zunehmend drahtlose Sensoren oder gar noch weitergehende Lösungen bis hin zu Dienstleistungen, die sich nur nur durch Cloud-Lösungen oder Data Analytics realisieren lassen.
Die Kunden verlangen von Sensor-Herstellern zunehmend drahtlose Sensoren oder gar noch weitergehende Lösungen bis hin zu Dienstleistungen, die sich nur nur durch Cloud-Lösungen oder Data Analytics realisieren lassen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Das Internet der Dinge (IoT) erweist sich immer mehr als eine der wichtigsten Lösungen zur Bewältigung der aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Beim "industriellen Internet der Dinge (IIoT)" geht es um die Installation und Implementierung von Produkten, die branchenübergreifend Bereiche wie etwa das sogenannte Smart Design & Engineering, Datensammlung durch IIoT-Sensoren, Smart Communication Network, Datenanalyse und Datenintelligenz betreffen. Nicht zuletzt durch den Einsatz verschiedenartiger Sensor-Typen lassen sich völlig neue Anwendungsmöglichkeiten realisieren, die aber strategische Partnerschaften und Zusammenarbeit erfordern.

IoT, IIoT und Industrie 4.0‎ brauchen viele Sensoren

Vor diesem Hintergrund startet die TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH nun das "Kooperationsnetzwerk Drahtlose Sensornetzwerke – Internet of Things". Die Plattform wird über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) durch das Land Hessen gefördert und unterstützt die Unternehmen dabei, sich zu vernetzen und mittels der Identifikation als auch kooperativen Arbeit an gemeinsamen Schnittmengen sich technologisch sowie wirtschaftlich zu positionieren.

Der Innovationscluster zielt darauf, ein branchenübergreifendes Kooperationsnetzwerk von Elektrotechnik über Maschinenbau bis IT aufzubauen, das die Chancen, die das Internet der Dinge - insbesondere im Kontext der drahtlose Sensornetzwerke - für die Mitgliedsunternehmen erschließen soll. Die Etablierung von neuen Lieferketten steht dabei ebenso im Fokus wie der Aufbau von Plattformen oder auch die Zusammenarbeit mit öffentlichen Forschungseinrichtungen und Hochschulen, je nach Bedarf und Anforderungen der Mitglieder.

IoT, IIoT und Industrie 4.0‎ benötigen mit dem Trend zur Digitalisierung eine große Anzahl und Vielfalt an Sensoren sowie die dazu passende Verarbeitung der Daten. Jedoch sind der Digitalisierung und damit der Kosten- oder Qualitätsoptimierung enge Grenzen durch den hohen Aufwand bei der Installation oder dem nachträglichen Einbau von Sensoren gesetzt, etwa durch fehlenden Bauraum und die hohen Kosten für zusätzliche Kabelverlegung.

Interesse an Drahtlos-Sensorik nimmt zu

Folglich verlangen Kunden von Sensor-Herstellern zunehmend drahtlose Sensoren oder gar noch weitergehende Lösungen bis hin zu Dienstleistungen, die sich nur nur durch Cloud-Lösungen oder Data Analytics realisieren lassen. Da die verschiedenen Ausführungsformen über jede Branche hinweg auch in anderen bzw. neuen Anwendungsfeldern eingesetzt werden können, soll das neue Kooperationsnetzwerk Drahtlose Sensornetzwerke – Internet of Things gezielt branchenübergreifend agieren. Gemeinsam und interdisziplinär werden neue Ideen diskutiert mit dem Ziel, neues Equipment spezifisch und optimiert zu entwickeln, das dann in verschiedenen Branchen und Anwendungen eingesetzt werden kann.

„In der Gestaltung unseres neuen Kooperationsnetzwerkes können wir auf unsere langjährigen Erfahrungen in den Bereichen des Technologie- und IP-Managements, des umfangreichen Fördermittelmanagements, der internationalen Marktanalyse und nicht zuletzt der Industrieauftragsforschung zurückgreifen und zugleich unsere Kompetenzen bündeln. Dies unterscheidet uns von einem herkömmlichen Netzwerkmanager“, unterstreicht Dr. Peter Stumpf, Geschäftsführer der TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH.

„Wir betreiben bereits erfolgreich weitere Kooperationsnetzwerke etwa zum Thema Additive Fertigung mit Mitgliedern wie Continental, Opel, Heraeus und anderen. Indem wir ein Ökosystem für Innovation und Kooperation bauen, bringen wir Experten aus Industrie und Wissenschaft, aber auch Nutzer und Kunden aus neuen Anwendungsfeldern mit ihren jeweiligen Perspektiven und Bedürfnissen zusammen“ so Stumpf weiter.

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