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Indoor-Lokalisierung für komplexe Logistik-Netzwerke

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der Sensorspezialist Sick realisiert mit seinem neuen umfassenden Indoor-Lokalisierungsportfolio einen weiteren Schritt in Richtung Industrie 4.0. Dank abgestimmter Sensorik und Analyse-Tools können große Datenmengen ausgewertet und Handlungsfelder in der Fabrik oder der Logistik transparent gemacht werden, um komplexe Logistiknetzwerke zu steuern.

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Alle bekannten Technologien – Utrawideband Tags, Scanner-Lokalisierung, Spurführungssensoren, Infrastruktursensoren – erfassen entweder ihre eigene Position oder die der gewünschten Objekte. Je nach Anwendung und je nach geforderter Positionsgenauigkeit sowie nötiger Update-Rate wird die richtige Technologie ausgewählt oder unterschiedliche Technologien miteinander kombiniert.
Alle bekannten Technologien – Utrawideband Tags, Scanner-Lokalisierung, Spurführungssensoren, Infrastruktursensoren – erfassen entweder ihre eigene Position oder die der gewünschten Objekte. Je nach Anwendung und je nach geforderter Positionsgenauigkeit sowie nötiger Update-Rate wird die richtige Technologie ausgewählt oder unterschiedliche Technologien miteinander kombiniert.
(Bild: Sick)

Die Komplexität von Abläufen in Produktion und Logistik nimmt stetig zu. Die zu produzierenden Losgrößen werden immer kleiner. Der Anspruch bleibt jedoch, nämlich ein Effizienzniveau zu erreichen bzw. zu halten, das dem der Massenproduktion gewachsen ist. Flexibilität und Geschwindigkeit sind gefragt. Starre Stetigförderer in den bestehenden Logistiklösungen werden deshalb ergänzt, um im Taxiprinzip fahrende Flurförderzeuge und andere bewegliche Ressourcen zu unterstützen.

Eine Mischung aus automatisierten und manuellen Abläufen werden deshalb zukünftig mehr und mehr das Bild der Lieferkette bestimmen. Dieses komplizierte Logistiknetzwerk bedarf eines effizienten Managements. Transparenz über Systemgrenzen hinweg wird dafür mehr denn je benötigt: auf der Fördertechnik, auf dem Stapler, die Bewegung der Palette im Lager oder im nächsten Umschlagsdepot – entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Das Netzwerk verstehen und Transparenz schaffen

Sick hat langjährige Erfahrung im Bereich Objekt-Tracking auf der Fördertechnik. Leseraten von Barcodes oder RFID an festen Leseorten bestimmen die Performance der Anlage und sind das Herzstück vieler Logistikanlagen. Ziel ist, den effizienten Einsatz aller notwendigen Transportmittel sowie Ladehilfsmittel und das Managen der gesamten Lieferkette – das sogenannte Asset Management – sicherzustellen. Verlässt jedoch die Ware die Fördertechnik, bleibt häufig unklar, wo sich welches Objekt befindet.

„Logistikabläufe sind durch die wachsenden Warenbewegungen und Dynamiken heute schon in einem hohen Maße kompliziert. Nur mit viel Expertenwissen auf dem Shopfloor ist es möglich, hier den Überblick zu behalten und eine Steuerung der Prozesse zu ermöglichen“, erklärt Bernd von Rosenberger, Vice President Global Industry Center Logistics Automation bei der Sick AG. „Netzwerkwissen zu verschiedenen Eigenschaften von Quellen und Senken ist notwendig“, so Rosenberger weiter.

Verlässliche, wiederholbare und vorausschauende Abläufe in diesem immer komplizierter werdenden Netzwerk sind zukünftig nur steuerbar, wenn man einerseits dieses Netzwerk versteht und andererseits echte Transparenz schafft. Dabei spielt die zunehmende Digitalisierung im Produktions- und Logistikumfeld eine treibende Rolle.

Lokalisierungslösungen aus einer Hand

Logistische Assets können mit Lokalisierungslösungen, sogenanntem Indoor-GPS, dauerhaft verfolgt und deren Ort-Zeit-Koordinate kontinuierlich erfasst sowie abgespeichert werden. Auf Basis dieser Daten entsteht vollständige Transparenz über alle wichtigen Bewegungen auf dem Shopfloor. Analytics-Tools stellen aus diesen Datenmengen bereits Bezüge zwischen verschiedenen Events her und schaffen damit transparente Einblicke in die "echten" Abläufe der Fabrik oder der Logistik.

Alle bekannten Technologien – Utrawideband Tags, Scanner-Lokalisierung, Spurführungssensoren, Infrastruktursensoren – erfassen entweder ihre eigene Position oder die der gewünschten Objekte. Je nach Anwendung und je nach geforderter Positionsgenauigkeit sowie nötiger Update-Rate wird die richtige Technologie ausgewählt oder unterschiedliche Technologien miteinander kombiniert. Sick bietet nach eigenem Bekunden als erster Hersteller alle Technologien für individuelle Kundenapplikationen an. Vom Sensor bis zum Smart Data Service in der Cloud kann das Unternehmen den kompletten Lösungsraum abdecken. Von der Beratung bis zum Service Level Agreement für den reibungslosen Betrieb erhält der Kunde dabei alles aus einer Hand.

Den Materialfluss verbrauchsgesteuert planen und steuern

Die Lokalisierungstechnologie ist einer der Schlüssel zu einer vernetzten Produktion und Logistik im Sinne von Industrie 4.0. Mit ihr lassen sich eine Vielzahl an Optimierungspotenzialen heben, indem durch sie eine agile Planung von Fertigungs- und logistischen Prozessen ermöglicht wird. Die Daten der Lokalisierung erzeugen hohe Transparenz und Verständnis aller produktiven Assets, Ladungsträger und Ladehilfsmittel.

Damit lassen sich Fahrwege optimieren und dynamisch anpassen, Rüstzeiten flexibel vorbereiten und planen, der Materialfluss verbrauchsgesteuert planen und steuern. Somit kann Lieferqualität und Liefertreue gesteigert werden - und das voll automatisiert. „Mit diesem Angebot liefern wir nicht nur eine Antwort um die Frage, wie Industrie 4.0 möglich wird, wir schaffen damit eine hoch effiziente Logistik und Produktion, die den Anforderungen des dynamischen Marktes und der Kunden gewachsen ist“, erklärt Rosenberger abschließend.

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