Positioning GNS Electronics installiert weitere GPS-Produktionslinie

| Redakteur: Jürgen Schreier

GPS-Empfänger verkaufen sich wie das sprichwörtliche "geschnitten Brot". Deshalb plant die GNS Electronics GmbH eine Erweiterung des Standortes in Würselen. Die neue Produktionsanlage soll eine Bestückungsleistung von über 20.000 Bauteilen pro Stunde haben.

Positioning und Navigation ist ein rapide wachsender Markt - auch im Kontext des autonomen Fahrens. Deshalb ist die Nachfrage nach GPS-Empfängern hoch.
Positioning und Navigation ist ein rapide wachsender Markt - auch im Kontext des autonomen Fahrens. Deshalb ist die Nachfrage nach GPS-Empfängern hoch.
(Bild: NASA)

Um den stark über Plan ansteigenden Bedarf nach GPS Modulen Rechnung zu tragen, erweitert die GNS in Würselen ihre Produktionsstätte. „Der Bedarf an GPS-Empfängern ist im letzten Jahr enorm angestiegen. Um den Druck von unserer Fremdfertigung zu nehmen, haben wir uns entschlossen im Mai 2020 eine neue vollautomatische Fertigungslinie zu installieren. Die Linie schafft eine Bestückungsleistung von über 20.000 Bauteilen pro Stunde, so haben wir die Möglichkeit kommende Kapazitätsengpässe auszugleichen.“ sagt Bernd Bierwisch Geschäftsführer der GNS Electronics GmbH.

Eine Investition in die Zukunft

Gegründet 2016, verfügt GNS über ein großes Portfolio an Positions- und Verkehrsinformations- Empfängern. Im Herbst 2020 erscheint das erste RTK-GPS des Technologie-Unternehmens, das zum Beispiel in autonomen Fahrzeugen Verwendung findet. Große Nachfrage erzeugen auch der neue Apple MFI zertifizierte GPS-Empfänger GNS3000, die für die Luftfahrt entwickelten neuen Verkehrsinformationsmodule und das neue vollautomatische Hindernisfeuer für Flughäfen mit dem Namen HULC.

„Der Ausbau des Standortes hier im Gewerbegebiet Aachener Kreuz kann definitiv nur ein Provisorium sein. Wir erwarten für die kommenden Jahre eine Verdreifachung der heutigen Stückzahlen. Es ist abzusehen, dass es uns hier zu klein wird. Wir hoffen auf eine schnelle Entwicklung des Gewerbegebietes Merzbrück, damit wir dort genügend Platz für unsere Vorhaben finden. Als innovatives Unternehmen legen wir viel Wert auf eine zukunftsweisende Aufstellung, um für unsere Kunden auch weiterhin die besten Lösungen zu entwickeln.“ so Bernd Bierwisch.

Wie funktioniert ein RTK-GPS?

Die RTK-Vermessung (Real Time Kinematic) ist ein Verfahren der Geodäsie zum Aufmessen oder Abstecken von Punkten mit Hilfe von satellitengestützten Navigationssystemen wie GPS, GLONASS, Beidoou oder Galileo. Das RTK-Verfahren verwendet die von den Satelliten gesendeten Radiowellen selbst zur Ermittlung der Entfernungen zu den jeweiligen Satelliten. Diese Trägerphasen werden anhand ihrer Wellenlänge miteinander korreliert. Sobald die Korrelation und damit ein sogenannter RTK-FIX-Zustand hergestellt ist, erhält man zuverlässige Positionierungen von ein bis zwei Zentimetern.

Voraussetzung ist ein ungestörter Empfang der Signale von mindestens fünf GPS-Satelliten (empfohlen werden mindestens sechs Satelliten). Außerdem werden insgesamt mindestens zwei GPS-Antennen benötigt. Die erste ist die Referenzstation, die zweite der sogenannte Rover, dessen Position durch dreidimensionales polares Anhängen an die Referenzstation nach dem sogenannten Basislinienverfahren bestimmt wird.

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