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Factory in a Box: 3D meets 5G

| Redakteur: Jürgen Schreier

Mit dem Konzept einer modularen Produktionslinie, die weltweit aufgebaut und binnen weniger Stunden eingerichtet werden kann, macht Nokia auf der Hannover Messe 2019 die Fertigung mobil. Die zweite Generation der "Factory in a Box" umfasst das weltweite IoT Network Grid (WING) von Nokia und die Nokia Digital Automation Cloud für zuverlässige Konnektivität.

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Die "Factory in a Box" ist ein Proof-of-Concept und soll zeigen, dass Industrie-4.0-Lösungen innerhalb von Stunden verpackt, transportiert und wieder in Betrieb genommen werden können - inklusive umfassender drahtloser Vernetzung.
Die "Factory in a Box" ist ein Proof-of-Concept und soll zeigen, dass Industrie-4.0-Lösungen innerhalb von Stunden verpackt, transportiert und wieder in Betrieb genommen werden können - inklusive umfassender drahtloser Vernetzung.
( Bild: Nokia )

Nokia hat die zweite Generation der "Factory in a Box" zur Hannover Messe 2019 mitgebracht. in Halle 16 in der 5G Arena kann man die in Zusammenarbeit mit mehreren Ökosystem-Partnern entstandene mobile Fabrik besichtigen. Der Container ist ein Proof-of-Concept und zeigt, dass Industrie-4.0-Lösungen innerhalb von Stunden verpackt, transportiert und wieder in Betrieb genommen werden können - einschließlich umfassender drahtloser Konnektivität.

Factory in a Box 2.0 kombiniert additive Fertigung mit AR/VR (Augmented Reality/Virtual Reality) und Robotik sowie 4G/5G-Vernetzung. Der halbautomatisierte Produktionsworkflow ist nun auch an das weltweite IoT Network Grid (WING) von Nokia angeschlossen und verfügt über eine Nokia Digital Automation Cloud.

Den 3D-Drucker stellt 3D Systems

Die Fertigungstechnik als solche - konkret den 3D-Drucker - steuert wie schon bei der ersten Version der "Factory in a Box" 3D Systems bei, ein US-amerikanischer Hersteller von 3D-Druckern (Kunststoff und Metall) und 3D-Scannern.

„Nachdem unser „Factory-in-a-Box“-Konzept im letzten Jahr eine solch positive Resonanz gefunden hat, wollten wir dieses Konzept jetzt mit der Version 2.0 auf eine neue Ebene heben“, erläutert Grant Marshall, VP Supply Network & Engineering bei Nokia. „Dies ist uns im Bereich der Konnektivität gelungen - die Factory-in-a-Box 2.0 ist in das Nokia Wordwide IoT Network Grid integriert und mit der Nokia Digital Automation Cloud ausgestattet. Darüber hinaus wollten wir aber auch neue, fortschrittliche Technologien wie den 3D-Druck in dieses Konzept integrieren. Der Standalone-Drucker von 3D Systems war aufgrund seines hohen Durchsatzes und Six-Sigma-Wiederholbarkeit eine naheliegende Wahl. Das sind genau die Fähigkeiten, die wir im Rahmen unserer reaktiven Fertigungslösung, bei der Geschwindigkeit, Präzision und Haltbarkeit grundlegende Anforderungen sind, zeigen wollen.“

Die Fabriken von heute arbeiten nicht mehr isoliert, sondern sind auf die zeitnahe Ankunft von Rohstoffen angewiesen, damit die Produktion unterbrechungsfrei läuft und die Fertigwaren an die Endkunden verteilt werden können. Globale IoT-Vernetzung spielt dabei eine Schlüsselrolle: Daten werden weltweit sowie über die gesamte Lieferkette gesammelt und zur Verfügung gestellt. Für eine Anwendung wie die Factory in a Box, die überall auf der Welt eingesetzt werden kann, ist dies von entscheidender Bedeutung. Nokia WING hilft Mobilfunknetzbetreibern dabei, diese globale Vernetzung für ihre Unternehmenskunden zu realisieren.

Digital Automation Cloud hostet zeitkritische IoT-Stacks

Die Nokia Digital Automation Cloud eignet sich sowohl für kleine industrielle Umgebungen mit wenigen Geräten als auch für große Bereiche mit vielen Geräten. Die leistungsstarke drahtlose 4G-Konnektivität ist für industrielle Anforderungen optimiert. Zudem kann die Digital Automation Cloud zeitkritische Applikationen und IoT-Stacks hosten, die eine geringe Latenz erfordern. Dadurch werden Anwendungen wie hochgenaue Objektpositionierung und Echtzeit-Videoverarbeitung unterstützt.

Die Nokia Digital Automation Cloud beherrscht Funktionen wie lokales Network Slicing, das für IoT-Lösungen wie fahrerlose Transportsysteme (AGVs), Analytics und Robotik benötigt wird. Für die Factory in a Box ist die Digital Automation Cloud perfekt geeignet, da sie flexibel ein- und ausgebaut sowie mit oder ohne Internetanbindung verwendet werden kann.

Grant Marshall: „Die positiven Rückmeldungen, die wir letztes Jahr zur Factory in a Box erhalten haben, zeigen uns, dass dieses Konzept großes Potenzial in der Fertigungsindustrie hat. In diesem Jahr haben wir die Messlatte noch einmal höher gelegt. Factory in a Box 2.0 ist jetzt an Nokia WING angeschlossen und hat Nokia DAC an Bord. Das macht das Konzept noch flexibler, sicherer und effizienter.“

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