Uplink Network

Ein UKW-Funker strebt ins 5G-Business

| Redakteur: Jürgen Schreier

Rund 500 Radioantennen betreibt die Uplink Network GmbH und erbringt damit UKW-Sendedienste. Jetzt nimmt das Düsseldorfer Unternehmen den 5G- und IoT-Markt ins Visier. Gedacht ist an den Aufbau und Betrieb von 5G-Campusnetzen sowie Narrowband-IoT-Lösungen.

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Trotz DAB+ und Internetradio: UKW ist noch lange nicht out. Ungeachtet dessen will die Uplink Network GmbH in Richtung Mobilfunk und IoT diversifizieren.
Trotz DAB+ und Internetradio: UKW ist noch lange nicht out. Ungeachtet dessen will die Uplink Network GmbH in Richtung Mobilfunk und IoT diversifizieren.
( Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Rund 500 Antennen nennt die Düsseldorfer Uplink Network GmbH eigen und bringt damit die UKW-Programme von rund 70 Sendern - kleine Lokalradio sind ebenso dabei wie große Medienanstalten - zu den Hörern. Neben dem dem Betrieb von Sendernetzen stellt das Unternehmen eine breite Auswahl von Produkten und Dienstleistungen zur Verfügung.

Das Angebot reicht vom reinen Datentransport über die Verarbeitung und die Ausstrahlung von Inhalten unterschiedlichster Art. Neben dem Aufbau und dem Betrieb gibt es ein umfangreiches Beratungsangebot zu technischen Themen und Fragen der Deregulierung.

Campusnetze im Visier

Doch Firmenchef Michael Radomski, ehemaliger Drillisch-Manager, tut es seinem früheren "Brötchengeber" gleich und lenkt einem Bericht des Medienportals MEEDIA zufolge den Blick auf den 5G-Markt, von dem er sich große Chancen verspricht - vor allem beim Aufbau und bei der technischen Betreuung sogenannter Campus-Netze. Insbesondere große Industrieunternehmen haben ein generelles Interesse an solchen privaten (lokal begrenzen) 5G-Netzen signalisiert. Man sei gespannt auf die ersten Ausschreibungen, gab Radomski kürzlich in einem Gespräch mit der F.A.Z zu verstehen. "Da werden wir dabei sein“, kündigte er an.

Aber auch Internet der Dinge (IoT) als solches lockt den Uplink-Chef. So sei daran gedacht, ein bundesweites Narrowband-Datenfunknetz für Sensoren aufzubauen, das vor allem auf den Smart-Metering- und Smart-Home-Bereich abzielt, außerdem auf die Logistikbranche, die mithilfe von NB-IoT-Lösungen z.B. den Standort von Containern oder Sendungen ermitteln und verfolgen kann.

Mit UKW-Kontrakten noch gut ausgelastet

An Uplink Network sind unter anderem frühere Bundespostminister und Batteriefabrikant Christian Schwarz-Schilling sowie der „Focus“-Gründer Helmut Markwort als Gesellschafter beteiligt. Im geplanten Einstieg in ins 5G- und IoT-Business sieht Radomski aber keineswegs den Ausstieg aus dem UKW-Rundfunkgeschäft. Dieses sei durch sehr lang laufende Verträge abgesichert. Zum Teil reichten die Kontrakte bis 2028.

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