hubraum LTE-M Prototyping

Deutsche Telekom: Bis Mitte 2019 kommt LTE-M

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Deutsche Telekom will 2019 mit LTE-M an den Markt kommen. Das hubraum LTE-M Prototyping Programm beschleunigt dabei Entwicklungsarbeit Testnetze sind bereits in Österreich, Deutschland, Polen und den Niederlanden live. LTE-M, das sich für IoT-Anwendungen mit geringer Stromaufnahme eignet, ist dank Standardisierung 5G-tauglich.

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das hub:raum Prototyping Programm beschleunigt die Entwicklungsarbeit.
das hub:raum Prototyping Programm beschleunigt die Entwicklungsarbeit.
( Bild: Deutsche Telekom )

Die Telekom bereitet die Markteinführung der LTE-M Netztechnologie vor. Erste Prototypen demonstrieren aktuell die ganze Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten. Das Programm wurde vom Telekom Inkubator hubraum in Zusammenarbeit mit der Telekom-Tochter T-Systems aufgesetzt und baut auf bereits erfolgreich umgesetzten Prototyping-Programmen für NB-IoT Lösungen auf.

Fast 150 Start-ups und IoT-Unternehmen aus ganz Europa und den USA bewarben sich für das hubraum LTE-M Prototyping Programm. 18 Teams aus elf Ländern und 13 Branchen qualifizierten sich für die weitere Zusammenarbeit. Getestet wurden die Prototypen in den LTE-M-Testnetzen in Krakau, Berlin, Reutlingen, Rotterdam oder Wien.

LTE-M ergänzt die IoT-Landschaft

“Bis Mitte 2019 werden wir LTE-M Netze in mehreren europäischen Märkten einführen. Damit können unsere Kunden LTE-M Geräte und Anwendungen entwickeln und testen,” erklärt Ingo Hofacker, verantwortlich für das Internet-der-Dinge-Geschäft der Telekom. “LTE-M ist eine spannende, 5G-fähige Technik, die sich ganz natürlich aus der Mobile IoT-Strategie der Deutschen Telekom ergibt. Sie ergänzt die IoT-Landschaft durch eine Reihe von ganz neuen Optionen, wo andere Technologien an ihre Grenzen stoßen.”

Die Finalisten beim hubraum LTE-M Prototyping am 22. November 2018 in Wien präsentierten Lösungen für die Bereiche Smart City, Wearables, E-Health und Smart Tracking. Das britische Startup Neebo z.B. stellt ein Wearable für Babys vor: Es lässt sich am Handgelenk eines Neugeborenen befestigen und überwacht dessen Vitalparameter.

Optimal für Tracking und Smart-Building-Anwendungen

Das niederländische Unternehmen Babbler schuf eine hochwertige Tracking-Lösung für die Industrie. Damit lassen sich Frachtcontainer über weite Strecken verfolgen und an einen Sicherheitsalarm anbinden, der bei Diebstahl oder Beschädigung anschlägt. Sicherheit steht auch bei der deutschen Firma Inshoerance im Mittelpunkt. Sie erfand „smarte“ Einlegesohlen mit Alarmfunktion, die durch Zusammenschlagen der Füße aktiviert wird. Zielgruppe für diese Sicherheitsschuhe sind Arbeitnehmer an gefährlichen Einsatzorten oder Personen mit erhöhtem Entführungsrisiko oder allein lebende Senioren.

LTE-M unterstützt zudem Smart City- und Smart Building-Anwendungen wie Strommessung und Klimadatenerfassung. So hat Polisens.io aus Estland Sensoren entwickelt, welche die Luftqualität überwachen. Sie werden an Bussen installiert und liefern eine Übersichtskarte der Luftverschmutzung in der ganzen Stadt.

LTE-M wird durch Softwareupdate 5G-fähig

Die LTE-M-Technologie wurde speziell für die IoT-Anbindung entwickelt und kombiniert die Vorteile aus dem Maschinen- und Sensorennetz Narrowband-IoT (NB-IoT) - und LTE-Technik. Sie zeichnet sich durch eine lange Akkulaufzeit und einen schnellen Datendurchsatz (bis zu 1 Mbit/s) aus. Weitere Pluspunkte sind die vernetzte Mobilität (also die Fähigkeit zur verlustfreien Datenübergabe zwischen Zellen), SMS- und künftig auch Sprachtelefonie- Unterstützung (VoLTE). Abdeckung in Gebäuden und zu erwartende Akkulaufzeiten sind fast so gut wie bei NB-IoT. Verglichen mit LTE hat LTE-M einen erheblich niedrigeren Stromverbrauch und bietet bessere Abdeckung in Gebäuden - bei bis zu 50 Prozent niedrigeren Modulkosten.

Da LTE-M auf dem Standard LTE 3GPP basiert, ist die Technik 5G-fähig und verlangt nur nach einem Software-Update aus dem Netz. Die weltweite Kooperation 3rd Generation Partnership Project (3GPP), verantwortlich für die Standardisierung von Mobilfunktechnologien, hat zugesagt, dass NB-IoT und LTE-M im Rahmen der 5G-Spezifikationen weiterentwickelt werden und damit langfristig gesichert sind. Die Telekom kann schon heute entsprechend investieren kann und auch künftig bei der 5G-Evolution mitwirken.

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