Coronavirus-Pandemie Der Sprachanruf erlebt eine Renaissance

| Redakteur: Jürgen Schreier

In den USA hat die Corona-Krise zu einem Revival des klassischen Sprachanrufs geführt. Angesichts des behördlich verordneten "Social Distancing" bleibt vielen Amerikanern nur das Telefonieren, um mit ihren Angehörigen und Freunden zu sprechen.

In den USA wird wieder mehr telefoniert - eine Folge der Corona-Krise.
In den USA wird wieder mehr telefoniert - eine Folge der Corona-Krise.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

In den USA hat die Corona-Pandemie der klassischen Sprachtelefonie zu einem Revival verholfen. Das berichtet die Plattform Mobile World Live der internationalen Branchenorganisation GSMA. Die Carrier AT&T, Verizon und Sprint meldeten Spitzenwerte bei den Sprachanrufen. Die den Menschen auferlegten Einschränkungen haben offenbar dazu geführt, dass sich diese wieder traditionelleren Kommunikationsmethoden zuwenden.

AT&T: 44 Prozent mehr Sprachanrufe an einem Tag

Ein AT&T-Vertreter sagte gegenüber Mobile World Live, dass die Sprachanrufe am 22. März 2020 im Vergleich zu einem regulären Sonntag um 44 Prozent gestiegen seien, während die Wi-Fi-Anrufe um 88 Prozent zunahmen.

Verizon berichtete von einem zehnprozentigen Anstieg der Anrufe zwischen dem 12. März und dem 19. März 2020, wobei die Dauer der Telefonate um Schnitt um 15 Prozent höher war als üblich. CTO Kyle Malady erklärte, dass die Regierungsbeschränkungen, die bei den Menschen zwingen, zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen, das Bedürfnis gewachsen sie, miteinander zu reden, was das Aufkommen an Sprachanrufen gesteigert habe.

Auch Sprint stellte eine Zunahme der Sprachanrufe um 20 Prozent und eine erhöhte Netzauslastung fest. Vor dem Hintergrund der Covid-19-Krise erhielten Verizon, AT&T und T-Mobile US vorübergehend zusätzlich Frequenzen zugeteilt, um die Netzkapazität während der Pandemie zu erhöhen.

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