Weitbereichsfunk Covid-19: Contact-Tracing-Lösung nutzt LoRaWAN-Technologie

| Redakteur: Jürgen Schreier

Kerlink und Microshare haben eine DSGVO-konforme Lösung zur Kontaktverfolgung am Arbeitsplatz entworfen. Sie soll helfen, die Verbreitung des Covid-19-Virus einzudämmen. Die Lösung nutzt die Expertise beider Unternehmen im Indoor Asset Tracking mit LoRaWAN und benötigt keine Smartphones oder GPS-Technologie.

Auch am Arbeitsplatz müssen die Abstandsregeln eingehalten werden. Eine Herausforderung ist das z.B. in Großraumbüros.
Auch am Arbeitsplatz müssen die Abstandsregeln eingehalten werden. Eine Herausforderung ist das z.B. in Großraumbüros.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Kerlink und Microshare arbeiten bei der Bereitstellung einer "schlüsselfertigen" Lösung zur Ermittlung der Sicherheitsabstände bei Kontakten am Arbeitsplatz, um die Verbreitung des Covid-19-Virus einzudämmen.

Angesichts der Covid-19-Pandemie wird seitens der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Notwendigkeit hervorgehoben, Informationen über Tests, Quarantäne und die Rückverfolgung neuer Fälle zu kombinieren, um die Ausbreitung des Virus zu unterdrücken. Ziel dabei ist, Zeit für die Entwicklung neuer Medikamente und neuer Impfstoffe sowie die Herstellung dringend benötigter Ausrüstung zu gewinnen.

Ohne Kontaktverfolgung keine Eindämmung

Diese Krise macht auch deutlich, dass das Personal sowohl das wichtigste als auch das "verwundbarste Kapital" eines Unternehmens darstellt. Die Eindämmung der Virusausbreitung ist deshalb eine ebenso wichtige wie herausfordernde Aufgabe. In Fachkreisen herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass eine wirksame, enge Überwachung - bekannt als Kontaktverfolgung - unerlässlich ist, um Personen zu identifizieren, die mit infizierten Personen in Kontakt gekommen sind und die ermittelten Kontakte weiterzuverfolgen.

Fabriken, Anlagen, Lagerhäuser, Baustellen, Bergbau- und Öl- und Gasförderstätten, Gefängnisse, Kasernen, Schulen, Krankenhäuser, Gesundheits- und Altenpflegeeinrichtungen sind Umgebungen, in denen Smartphones und jedem zugängliche Apps keine zuverlässige Antwort auf diese Krise darstellen.

Oft ist es den Menschen in diesen Einrichtungen verboten, ein Smartphone zu benutzen. Zudem haben viele Smartphone-Nutzer das Geo-Tracking deaktiviert, um ihre Privatsphäre zu schützen oder um die Batteriekapazität zu schonen.

Schlüsselfertige Lösung kann innerhalb von Wochen bereitgestellt werden

Microshare und Kerlink haben ihre langjährige Erfahrung im Bereich der Ortung von Objekten in Innenräumen innerhalb von Einrichtungen und um umzäunten Grundstücke kombiniert, um eine kostengünstige Lösung zur Kontaktverfolgung zu liefern. Die Universal-Contact-Tracing-Lösung von Microshare wird von den neuen Wanesy-Wellenscannern, den Wirnet-iSerie-LoRaWAN- Gateways für den Innen- und Außenbereich sowie vom Wanesy Management Center Kernnetzwerk- und Netzwerkmanagement-Tools von Kerlink unterstützt.

Diese schlüsselfertige Lösung kann innerhalb von Wochen bereitgestellt werden, ohne dass neue Hardware entwickelt oder komplexe Netzwerke und Datenmanagementsysteme installiert werden müssen. Die Lösung läuft vollständig in einem von sensiblen Unternehmensdatenbanken getrennten Netzwerk und schließt eine Lücke, die durch Systeme, die auf Smartphones angewiesen sind, geöffnet wurde.

Die Nutzung der Lösung ist sehr einfach, sicher und anonymisiert:

  • Das Personal erhält einfache und preiswerte autonome, bluetooth-fähige Ausweise, Schlüsselanhänger oder Armbänder mit einer eindeutigen ID. Es werden keine persönlich identifizierbaren Informationen (PII) verwendet. Die übertragenen und aufgezeichneten Daten basieren nur auf der Geräte-Benutzerkennung (UID).
  • Kommen sich die Geräte "zu nahe", wird also der gebotene Sicherheitsabstand unterschritten, scannen und zeichnen sie die UID des jeweils anderen Geräts über einen verschlüsselten Code auf und laden diese UID-"Begegnungen" regelmäßig in eine zentrale, sichere, durchsuchbare und überprüfbare Datenbank hoch.
  • Nur autorisierte Behörden, Betriebsärzte oder Facility Manager, die für die Eindämmung von Covid-19-Expositionen verantwortlich sind, können dann den Träger des Geräts dank seiner individuellen UID identifizieren und Begegnungen mit Personen zurückverfolgen, die positiv getestet wurden oder Symptome zeigen.

Wearables im Fitbit-Stil sind mit LoRaWAN gekoppelt

Universal Contact Tracing wurde so konzipiert, dass es mit Standardschnittstellen und weit verbreiteten kommerziellen Daten-Dashboards interagieren kann. Die erzeugten Daten sind sicher, DSGVO-konform und werden über die zum Patent angemeldeten Regeln und die Sharing-Engine von Microshare nur an autorisierte Personen ausgespielt.

"Aufbauend auf unserer bestehenden Asset-Zoning-Lösung, die den Standort von Gegenständen wie Krankenhausbetten oder Rollstühlen verfolgt, haben Kerlink und Microshare tragbare Bluetooth-Geräte im Fitbit-Stil entwickelt, die mit einem nicht-invasiven Weitbereichsfunknetz gekoppelt sind. Sie können für die Nahbereichsverfolgung am Arbeitsplatz auch dort eingesetzt werden, wo Mobiltelefone nicht erlaubt sind", sagte Ron Rock, Mitbegründer und CEO von Microshare. "Wir haben erkannt, dass die Ortung von Mitarbeitern innerhalb eines Gebäudes der Ortung von Krankenhausbetten nicht unähnlich ist", so Ron Rock, Mitbegründer und CEO von Microshare.

"In dieser schwierigen Zeit für Unternehmen, Gesundheitseinrichtungen, Regierungsbehörden und alle ihre Mitarbeiter ist es für Technologieunternehmen von entscheidender Bedeutung, die Auswirkungen von Covid-19 zu mildern", ist Stephane Dejean, CMO von Kerlink, überzeugt. "Die Lösung von Kerlink und Microshare hilft den Arbeitnehmern, sich an ihrem Arbeitsplatz sicher zu fühlen, wobei der Schutz ihrer persönlichen Daten gewährleistet ist. Die Lösung unterstützt auch Bemühungen der Unternehmen, ihre Aktivitäten wieder aufzunehmen, wenn die Behörden dafür grünes Licht geben".

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