Messen Coronavirus: embedded world 2020 wird nicht abgesagt

| Redakteur: Jürgen Schreier

Das Coronavirus hat mittlerweile spürbare Folgen für die Messewirtschaft. So wurde gestern die weltweit größte Mobilfunkmesse MWC 2020 in Barcelona abgesagt. Hingegen soll die embedded world 2020 (25. bis 27. Februar in Nürnberg) wie geplant stattfinden.

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Nach Mitteilung der NürnbergMesse ist keine Absage der embedded world 2020 geplant.
Nach Mitteilung der NürnbergMesse ist keine Absage der embedded world 2020 geplant.
(Bild: NürnbergMesse/Frank Boxler)

Das sogenannte Coronavirus (COVID-19) infiziert zunehmend auch die internationale Messelandschaft. So blieben etwa auf der Spielwarenmesse in Nürnberg diverse Standflächen leer. Ähnliches war bei der Fruchthandelsmesse Fruit Logistica in Berlin und die Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt der Fall. Auch der Profi-AV-Messe Integrated Systems Europe (ISE 2020), die aktuell in Amsterdam stattfindet, sind neben dem LG-Konzern und dem Monitorhersteller Iiyama rund 50 chinesische Firmen fern geblieben.

Der ganz große Paukenschlag kam jedoch gestern aus aus Barcelona. Dort wurde der Mobile World Congress (MWC 2020), die weltweit führende Kongressmesse rund um das Thema Mobilfunk abgesagt, nachdem zahlreiche große Aussteller - darunter LG, Sony, Ericsson, Nokia, Cisco und die Deutsche Telekom - ihre Teilnahme zurückgezogen hatten.

NürnbergMesse will sichere Teilnahme an embedded world gewährleisten

Hingegen soll die embedded world 2020 wie geplant vom 25. bis 27. Februar 2020 im Messezentrum Nürnberg stattfinden. Wie bereits berichtet will die NürnbergMesse mit einem umfassenden Bündel an Maßnahmen den Ausstellern und Besuchern eine sichere und angenehme Messeteilnahme gewährleisten, wie es heißt.

Die EU-Gesundheitsminister sowie die EU-Kommissare Lenarčič und Kyriakides haben sich heute bei einem Sondertreffen des Rates zu einer verstärkten Koordination bekannt, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus COVID-19 in Europa einzudämmen. Die EU-Mitgliedstaaten werden sich eng an den Empfehlungen der WHO halten und China bei der Bekämpfung des Virus weiter unterstützen.

„Die EU-Mitgliedstaaten haben im Wesentlichen gut aufgestellte Gesundheitssysteme und sind in der Lage auf Fälle von COVID-19 zu reagieren. Nichtsdestotrotz ist Wachsamkeit geboten, falls sich die Lage verschlechtert“, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides im Anschluss an die Ratssitzung.

"Die NürnbergMesse beobachtet dies sehr aufmerksam und wird die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für die embedded world berücksichtigen und entsprechend zeitnah informieren", so die Messeleitung.

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