Geolokalisierung mit Sigfox

Connected Bike: Das Fahrrad geht online

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der Leih-Fahrradanbieter INDIGO weel vernetzt jetzt mit Sigfox-Technik seine Free-Floating-City-Fahrradflotten. Zum einen soll der potenzielle Nutzer so das nächste freie Fahrrad schneller und einfacher finden können. Zum anderen erwartet man von der Lösung einen besseren Schutz vor Vandalismus und Diebstahl.

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Der Mobilitätsserviceanbieter INDIGO weel hat seine City-Fahrräder mit Sensoren ausgestattet und kann dadurch deren Standort über das 0G-Netz (Null-G Netz) von Sigfox jederzeit genau orten.
Der Mobilitätsserviceanbieter INDIGO weel hat seine City-Fahrräder mit Sensoren ausgestattet und kann dadurch deren Standort über das 0G-Netz (Null-G Netz) von Sigfox jederzeit genau orten.
( Bild: INDIGO weel )

Die Selbstbedienungs-Fahrradflotte des französischen Mobilitätsdienstleisters INDIGO weel, einer Tochtergesellschaft der INDIGO-Gruppe, wurde mit Sensoren ausgestattet, um ihren Standort über das 0G-Netz (Null-G Netz) von Sigfox jederzeit genau orten zu können. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, städtische Free-Floating-Fahrradflotten, die ohne Investitionen in Stations-Infrastrukturen auskommen, besser vor Vandalismus und Diebstahl zu schützen.

Fahrräder per App in Echtzeit orten

Ein weiterer Vorteil der Vernetzung liegt in in der Möglichkeit, die Fahrräder von INDIGO weel über Apps in Echtzeit exakt orten zu können. So findet der potenzielle Biker schnell und einfach das nächste freie Fahrrad. Die Sensoren, die bei dieser LPWAN-Lösung zum Einsatz kommen, lassen sich an unterschiedlichen Fahrradtypen montieren. Sie sind für den weltweiten Einsatz konzipiert und damit auch in Deutschland einsetzbar. Wann der Vertrieb für Deutschland startet, ist aber noch nicht bekannt, da zunächst der Launch in Frankreich vollzogen werden muss.

Für INDIGO weel und die Kunden des Mobilitätsdienstleisters hat die Sigfox-Lösung mehrere Vorteile:

  • Eine zufriedenstellende "Customer Journey": Die Lokalisierung von Fahrrädern in Echtzeit ermöglicht es den Nutzern, freie Fahrräder in der City einfacher und schneller zu finden.
  • Die Fahrräder sind dank Sigfox effektiver vor Beschädigungen und Diebstahl geschützt.
  • Ist ein Fahrrad defekt, lassen sich die Sensoren leicht von einem beschädigten Fahrrad auf ein anderes übertragen.
  • Die Technologie kann auf vielen Märkten eingesetzt werden, denn das 0G-Netzwerk von Sigfox umfasst aktuell rund sechzig Länder.
  • Die Sensoren sind langlebig und verbrauchen nur sehr wenig Energie.

Neben der bei INDIGO weel realisierten Geolokalisierungslösung gibt es weitere auf dem Sigfox 0G-Netz basierende Ortungssysteme für Fahrradapplikationen, die interessierte Anwender unter partners.sigfox.com recherchieren können. Auskunft und Beratung zu Herstellern von und Lösungen für Fahrrad-Ortung, die ihre Daten über das Sigfox 0G-Netz an zentrale Clouds und Apps senden, erhalten Mobilitätsanbieter sowie Städte und Gemeinden auch direkt beim Münchener Büro von Sigfox Germany.

Sensorik verbessert die Nachhaltigkeit des Angebots

Jean Gadrat, CEO von INDIGO weel, erklärt: "Öffentliche Akteure und Nutzer wünschen sich heute ein breiteres Spektrum an Mobilitätslösungen und Innovationen in diesem Sektor, die dazu beitragen, die Stadt von morgen zu gestalten. Als Privatunternehmen haben wir ein ergänzendes Mobilitätsangebot entwickelt. Um unseren Kunden einen optimalen Service zu bieten und unsere Produkte effizienter zu machen, haben wir uns dafür entschieden, die Technologie von Sigfox in die Fahrradflotte zu integrieren. Dies erlaubt uns, die Nachhaltigkeit unseres Angebots zu verbessern und unsere Fahrzeuge vollständig in das städtische Ökosystem zu integrieren."

Patrick Cason, General Manager bei Sigfox Frankreich, sagt: "Durch diese Zusammenarbeit zeigen wir einmal mehr, wie vielfältig unser 0G-Netzwerk im Dienste der Gesellschaft genutzt werden kann. Die Herausforderungen der Mobilität, insbesondere in den Städten, sind vielfältig und bekannt. Angesichts der zunehmenden Bevölkerungsdichte der Städte und eines wachsenden Umweltbewusstseins müssen wir neue, nachhaltigere Mobilitätslösungen schaffen. Das flexible Fahrrad-Sharing ist eine davon. Wir arbeiten mit INDIGO weel zusammen, um sicherzustellen, um dem Free-Floating-Modell seinen Platz in der Stadt zu verschaffen."

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Christoph Köpernick; gemeinfrei; Deutsche Telekom; Alpha-Omega Technology / Google; TÜV Rheinland; Pixabay; Foto: Unsplash / Denys Nevozhai / Ausschnitt bearbeitet; INDIGO weel; Ericsson; Swiss Hub Germany; u-blox; nextLAP; Tom Frohn; Harald Karcher; IMMS