5G-Mobilfunk BREKO und 1&1 Versatel kooperieren beim Glasfaser- und 5G-Ausbau

| Redakteur: Jürgen Schreier

Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) und 1&1 kooperieren beim 5G-Ausbau. Zwischen dem Verband und dem Netzbetreiber wurde ein Rahmenvertrag für die Glasfaser-Anbindung von Mobilfunkmasten vereinbart.

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BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers: „Unverzichtbare Basis für den 5G-Ausbau ist und bleibt eine Glasfaseranbindung der Sendemasten. Unsere Mitgliedsunternehmen bauen überall in Deutschland Glasfasernetze auf und sind damit auch ideale Partner für die Mobilfunkbetreiber.“
BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers: „Unverzichtbare Basis für den 5G-Ausbau ist und bleibt eine Glasfaseranbindung der Sendemasten. Unsere Mitgliedsunternehmen bauen überall in Deutschland Glasfasernetze auf und sind damit auch ideale Partner für die Mobilfunkbetreiber.“
(Bild: BREKO)

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) und 1&1 Versatel haben eine langfristig angelegte Zusammenarbeit zum weiteren Glasfaserausbau sowie zum 5G-Ausbau in Deutschland vereinbart. Dabei geht es um die Anmietung von bestehenden oder neu zu errichtenden Glasfasernetzen zur Anbindung von Mobilfunkmasten durch 1&1 Versatel.

Regionale Netzbetreiber können ihr Portfolio erweitern

Mit der Vereinbarung in Form eines Rahmenvertrages wollen BREKO und 1&1 Versatel Synergien beim Glasfaserausbau für den Mobilfunkausbau nutzbar machen. Die mehr als 200 im BREKO organisierten Telekommunikations-Netzbetreiber verfügen ebenso wie 1&1 Versatel in weiten Teilen Deutschlands über Glasfasernetze und werden auch in den nächsten Jahren einen maßgeblichen Beitrag zum Glasfaserausbau und damit auch zur Erreichung der Gigabit-Ziele der Bundesregierung leisten. Die Anbindung von Mobilfunkstationen an Glasfasernetze ist die wesentliche Voraussetzung, um die Potenziale des neuen Mobilfunkstandards 5G ausschöpfen zu können.

Claus Beck, Chief Technology Officer 1&1 Versatel: „Durch die Zusammenarbeit mit dem BREKO und seinen Mitgliedern nimmt die Planung des 5G-Mobilfunknetzes unserer Schwestergesellschaft 1&1 Drillisch weiter Fahrt auf. 1&1 Versatel stellt konzernintern Glasfaseranbindungen bereit und kann nun in noch mehr Städten 5G-Antennen anschließen. Durch die Kooperation mit dem BREKO wird das 5G-Netz von 1&1 Drillisch bereits in der ersten Ausbauphase nicht nur Ballungsräume abdecken, sondern auch in bisher unterversorgten Regionen verfügbar sein. Die regionalen Netzbetreiber können ihr Portfolio erweitern und die Kunden erhalten Zugriff auf modernste Technologie – diese Partnerschaft ist beispielhaft und zeigt, wie wir die Digitalisierung Deutschlands beschleunigen können.“

Mustervertrag für BREKO-Netzbetreiber ausgehandelt

„Unverzichtbare Basis für den 5G-Ausbau ist und bleibt eine Glasfaseranbindung der Sendemasten. Unsere Mitgliedsunternehmen bauen überall in Deutschland Glasfasernetze auf und sind damit auch ideale Partner für die Mobilfunkbetreiber. Der Rahmenvertrag ermöglicht es unseren Mitgliedern, ihre Infrastruktur auch für die Anbindung von Mobilfunkstationen einzusetzen, ohne langwierige Verhandlungen führen zu müssen. Das ist eine Win-Win-Situation für alle beteiligten Unternehmen und den Glasfaser- und Mobilfunkausbau in Deutschland“, betont BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers.

Im Sinne eines beschleunigten Glasfaserausbaus ist der Rahmenvertrag, den die BREKO Einkaufsgemeinschaft als kommerzielle Plattform des BREKO mit 1&1 Versatel vereinbart hat, so gestaltet, dass 1&1 Versatel die Glasfaseranbindungen ohne Einschränkung an interessierte Unternehmen weitervermieten kann.

Mit dem Rahmenvertrag erhalten die BREKO-Netzbetreiber einen verhandelten Mustervertrag, auf deren Basis sie 1&1 Versatel ihre Glasfaserinfrastruktur für die Erschließung von Mobilfunkmasten anbieten können. Der Vertrag ist exklusiv über die BREKO Einkaufsgemeinschaft für die Netzbetreiber zu beziehen.

So kommt 5G zum Funkmast

Ein Mobilfunkmast bildet den letzten Knotenpunkt, der das 5G-Netz dort verfügbar macht, wo es gebraucht wird. Doch wie kommt das Netz bis zum Mast? Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Glasfaser und Richtfunk. Erste Wahl für 5G sind Glasfaseranbindungen. Sie übertragen zuverlässig hohe Datenraten. Allerdings verfügen noch nicht alle Mobilfunkstandorte über Glasfaseranbindungen. In diesem Fall hilft Richtfunk, um den Datenverkehr zwischen der Basisstation und dem dahinterliegenden Netz (Mobile Backhaul) sicherzustellen.

Richtfunk-Technologie baut zwischen zwei Standorten drahtlose Datenverbindungen auf, wobei die Wellen gebündelt und zielgerichtet an einen Empfänger – die nächste Richtfunkantenne – übertragen werden. Das macht die Verbindung sicher, schnell und performant. Die Signale werden von Funkmast zu Funkmast transportiert, bis sie per Kabel ins Kernnetz abgeführt und verarbeitet werden. Per Richtfunk lassen sich aktuell Geschwindigkeiten von 10 Gbit/s erzielen, teilweise sogar bis zu 20 Gbit/s. Der Abstand zwischen zwei Richtfunkantennen kann bis zu sieben Kilometer betragen.
Quelle: Telefónica Deutschland

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