Fachverband Bauelemente-Distribution

Bauelemente-Distribution trotzt schwächelndem Markt

| Redakteur: Margit Kuther

Die deutsche Distribution elektronischer Bauelemente legte nach der Statistik des Fachverbands Bauelemente-Distribution im ersten Quartal 2019 um vier Prozent zu. Allerdings sind erste Anzeichen einer Marktabkühlung erkennbar.

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In der deutschen Bauelemente-Distribution sind erste Anzeichen einer Marktabkühlung erkennbar.
In der deutschen Bauelemente-Distribution sind erste Anzeichen einer Marktabkühlung erkennbar.
( Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Nach zwei Jahren mit ungewöhnlich guten Ergebnissen machen sich auch in der deutschen Bauelemente-Distribution erste Anzeichen einer Marktabkühlung bemerkbar. Dennoch wuchs der Umsatz der im Fachverband Bauelemente-Distribution (FBDi e.V.) organisierten Distributionsunternehmen um vier Prozent auf rund 922 Mio. Euro. Die Aufträge gingen jedoch um knapp 17 Prozent zurück, auf 832 Mio. Euro, was einer Book-to-Bill-Rate von 0,9 entspricht.

Passive Komponenten mit kräftigem Plus

Bei den großen Produktsegmenten wuchsen die passiven Komponenten mit 21,4 Prozent (auf 114 Mio. Euro) nach wie vor überdurchschnittlich, gefolgt von den Halbleitern, die um 3,5 Prozent auf 664 Mio. Euro zulegten. Alle anderen Produktbereiche, inklusive der Elektromechanik (-4,1 Prozent auf 89 Mio. Euro), gingen zurück. Dadurch gaben sich bei dem prozentualen Anteil am Gesamtmarkt auch leichte Verschiebungen zugunsten der passiven Bauelemente (zwölf Prozent) und der Halbleiter (72 Prozent). Die Elektromechanik verblieb bei zehn Prozent Anteil, alle anderen Bereiche kamen zusammen auf sechs Prozent.

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FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Wir sehen derzeit die Rückkehr zur Normalität in der Auftrags- und Umsatzentwicklung, obwohl es in einigen selektiven Produktsegmenten nach wie vor Engpässe gibt. Aber das erste Quartal ist ein guter Indikator für den weiteren Verlauf des Jahres, wir erwarten keine signifikanten Sprünge und gehen davon aus, das die Läger der Kunden im allgemeinen gut gefüllt sind.“

Weltwirtschaftliche Unsicherheiten hinterlassen Spuren

Die makroökonomischen Einflüsse und die daraus resultierende Unsicherheit werden größer, meint Steinberger: „Der Brexit ist nur verschoben, diverse Industrien stehen vor einem drastischen Strukturwandel, und die ungute Situation zwischen den USA und China zeigt erste gravierende Auswirkungen auf den Markt, die größte sicherlich der Huawei-Bannstrahl. Die positive Nachricht: Innovation wird vielleicht gebremst, aber nicht gestoppt. Der Umbau der Gesellschaft und Industrie muss weitergehen, und das geht nur mit neuer Technologie.“

Der Artikel ist ursprünglich auf unserem Partnerportal Elektronikpraxis erschienen.

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