Vodafone Innovationspreis 2019

Ausgezeichnet: Forschungen zur Optimierung der Internet-Architektur

| Redakteur: Jürgen Schreier

Am 29. Januar 2019 wurde der Vodafone Innovationspreis 2018 verliehen. Diesen erhielt Prof. Anja Feldmann vom Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Entwicklung und Optimierung der Internet-Architektur. Dadurch soll ein Stau auf der Datenautobahn vermieden werden.

Firmen zum Thema

Verleihung des Vodafone Innovationspreises 2018: Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter mit Preisträgerin Prof. Anja Feldmann
Verleihung des Vodafone Innovationspreises 2018: Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter mit Preisträgerin Prof. Anja Feldmann
( Bild: Vodafone )

Schon heute melden sich volle Mülleimer, wenn sie geleert werden müssen, und Lkw-Reifen senden ein Alarmsignal, wenn Luftdruck oder Temperatur nicht in Ordnung sind. Das Internet der Dinge macht den Alltag sicherer, erhöht durch die Vernetzung von Maschinen aber auch den Datenverkehr im Internet.

Doch dieser Datenverkehr wird noch weiter zunehmen - z.B. wenn Autos autonom fahren. Sensoren erfassen und übermitteln wichtige Daten in Echtzeit. Damit es dabei nicht zu Datenstaus kommt, arbeitet Prof. Anja Feldmann vom Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken an der Verbesserung des Internetverkehrs, sodass er für den Nutzer möglichst flüssig ist.

Internet-Architektur für immer mehr Sensordaten

Für ihre innovativen Arbeiten auf dem Gebiet der Entwicklung und Optimierung der Internet-Architektur erhielt die Wissenschaftlerin den mit 25.000 Euro dotierten Vodafone Innovationspreis 2018. Die Preisverleihung fand am 29. Januar 2019 am Vodafone Campus statt. Die Auszeichnung erhielt Prof. Anja Feldmann, weil sie mit ihrer Arbeit eine moderne Sichtweise der Verkehrstechnik im Internetzeitalter geschaffen hat.

Prof. Anja Feldmann beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit der Architektur des Internets, um den zunehmenden Internetverkehr zu verbessern. Insbesondere im Zeitalter des Internet of Things gilt es zu verstehen, wie das Internet heutzutage benutzt wird. Mit ihrer Arbeit hat sie maßgeblich dazu beigetragen, den Verkehrsfluss trotz erhöhter Datenmengen in hoher Qualität zu gewährleisten.

Ihre Erkenntnisse haben eine moderne Sichtweise der Verkehrstechnik geschaffen und dienen als Grundlage für die technische Zukunft. Dann wird man sich nicht nur mit dem Internet beschäftigen, sondern insbesondere mit dem großen Datennetzwerk, dass sich bereits im Aufbau befindet. Denn durch die vielen neuen Sensoren, die große Datenmengen in Echtzeit übermitteln werden, braucht es ein verteiltes System der Netzwerke dieser Daten. Das wird die große Herausforderung von 5G sein, der sich Prof. Anja Feldmann dann stellen wird.

Förderpreise Markt- und Kundenorientierung sowie Natur- und Ingenieurwissenschaften

Den mit 5000 Euro dotierten Förderpreis für Markt- und Kundenorientierung erhielt Dr. Chinmay Kakatkar von der LMU München für seine Arbeit über erweiterte Anwendungen der Netzwerkanalyse in der Marketingwissenschaft erweiterte Anwendungen der Netzwerkanalyse in der Marketingwissenschaft. In seiner Arbeit untersuchte er die Beziehungen zwischen diversen Produkten, die oft gemeinsam gekauft werden.

Aus diesen sogenannten Produkt-Netzwerken können Händler beispielsweise Produkt-Empfehlungen für Konsumenten ableiten. Seine Forschungsarbeit befasst sich mit dem Einsatz solcher Netzwerk-Analysen in Kombination mit weiteren quantitativen Ansätzen (z. B. Machine Learning), um interessante Verhaltensmuster von Konsumenten aufzudecken und schließlich bessere Vorhersagen über das Konsumentenverhalten zu treffen.

Den ebenfalls mit 5000 Euro dotierten Förderpreis für Natur- und Ingenieurwissenschaften erhielt Dr. Maximilian Matthé von der TU Dresden. Er konnte mit seiner Arbeit über „Erkennungsalgorithmen für Mehrantennensysteme mit verallgemeinertem Frequenzmultiplexing“ zeigen, dass die im Mobilfunk-System entstehenden Interferenzen auf Kosten einer geringfügig erhöhten Rechenleistung am Empfänger ausgenutzt werden können, um geringere Paketfehlerraten zu erreichen und somit die Zuverlässigkeit von zukünftigen Mobilfunksystemen zu steigern.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45715016)