Mobilfunk Atlantik 5G Haus: Komplett-Service rund um die Welt von 5G

| Autor/ Redakteur: Dominik Bohn und Michael Demel* / Hendrik Härter

Von der Komponente über Sensoren, Cloud bis zum Hard- und Softwaresupport: Wer Anwendungen mit 5G entwickelt, kann auf die Hilfe von „Atlantik 5G Haus“ setzen. Workshops und Seminare runden das Angebot ab.

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Komponenten und Services: Entwickler von Anwendungen mit dem Mobilfunkstandard 5G können auf den Service von Atlantik 5G Haus zurückgreifen.
Komponenten und Services: Entwickler von Anwendungen mit dem Mobilfunkstandard 5G können auf den Service von Atlantik 5G Haus zurückgreifen.
(Bild: ©Tom Wang - stock.adobe.com)

Der LTE-Nachfolger 5G soll nicht nur Sprachtelefonie und schnelle Datenübertragung bieten: im Mittelpunkt steht die intermaschinelle M2M-Kommunikation. Ziel von 5G ist es, bei großflächiger Abdeckung eine hohe Zuverlässigkeit bei geringer Latenz zu gewährleisten. Doch die Welt von 5G ist komplex.

Um Entwickler die notwendigen Kompetenzen anzubieten, bündelt Atlantik Elektronik unter dem Dach „Atlantik 5G Haus“ nicht nur seine eigenen Kompetenzen, sondern auch die seiner Partner. Ziel ist es, Anwender und Entwickler bei ihrer Projektarbeit rund um das Thema 5G zu unterstützen.

Modulare Entwicklungsbausteine für das 5G-Design

Am Standort München sitzen 80 Mitarbeiter wie Projektmanager, FAEs- und Antennen- sowie HF-Spezialisten. Die Mitarbeiter unterstützen bei Hard- und Software sowie Entwicklungsdienstleistungen. Im Detail sind das Antennendesign, Sensorik und Kameras, Anbindung der Cloud, Test- und Mess-Equipment sowie Schulungsangebote. Die Hauptkomponente für ein 5G-fähiges Design ist die Kommunikationselektronik.

Atlantik Elektronik setzt auf die Partnerschaft mit Qualcomm und dessen 5G-Entwicklungen. Dazu gehören Snapdragon X55, Multimode-Baseband für Smartphones von Qualcomm, welches 5G bis hinab zu 2G unterstützt. Das 5G-Modem-RF-System bietet jede Kombination von 5G-Spektralbändern und -modi: 5G-Millimeterwellen und Sub-6-GHz, Standalone- und Nicht-Standalone-Modi, TDD und FDD sowie die gemeinsame Nutzung des Spektrums.

Nur wenige Produkte sind auf genügend große Stückzahlen ausgelegt, um die Integration von 5G über Chipsätze zu ermöglichen. Deshalb werden häufig modulare Entwicklungsbausteine verwendet. Hier zählen zu den wichtigsten Partner Quectel, ein weltweiter Anbieter von Zellular- und GNSS-Modulen sowie Thundercomm, ein Anbieter von IoT-Produkten, Techniken und Algorithmen für 5G und künstlicher Intelligenz sowie Edge Computing. Die Funkmodule bieten Datenraten bis 7 GBit/s im Download mit dem Übertragungs-System 4x4-MIMO und unterstützen weltweit alle Bänder. Über die verwendeten Schnittstellen wie PCIe, USB3.1 oder 10-GBit-Ethernet werden sie an Host-Prozessoren angebunden. Dazu gibt es Lösungen von Qualcomm (Snapdragon), NXP (i.MX8), Intel und Rockchip.

Antennen und das Antennen-Design

Die Funkanbindung erfolgt über Antennen und Antennendesign-Services der Partner Antenova (eingebettete Antennen) und Panorama Antennas (externe Antennen). Neben einem Standardportfolio sind angepasste oder komplett neu entwickelte Antennen möglich sowie kundenspezifische Kabelkonfektionen. Zu den angebotenen Leistungen gehören eine erste Beratung zur Auswahl der Antennen nach Erhalt der Spezifikation oder Applikation, Analyse, Messungen der Antennenanpassung, Auswahl geeigneter HF-Leitungen und -Verbindern sowie die Ausarbeitung von Parametern für das Design.

Damit die physikalischen Daten an der Edge direkt aufgenommen werden, sind Sensoren notwendig. Hier stehen als Partner AKM mit seinen CO2- und Magnetsensoren zur Seite. Für die optische Erfassung mit Kameras bietet Meere seine Time-of-Flight-Kameras. Beide Unternehmen sind Teil des „Atlantik 5G Hauses“. Die ToF-Entwicklungen eignen sich zur Gestenerkennung und -steuerung, zur Positionierung und Erfassung von Menschen-, Roboter- und Maschinensicht oder aber auch zur Identifizierung bzw. Vermessung von Hindernissen und Gegenständen und zur Erfassung von Bewegungen in 3D.

Drahtgebundene und drahtlose Kommunikation

Die Deutsche Telekom ist für die Vernetzung bei Internet der Dinge (IoT) und Machine-to-Machine-Kommunikation zuständig und wird bei entsprechenden Projekten als Experte mit ins Boot geholt. Gemeinsam lassen sich Projekte sowohl für Campus-Netzwerke also auch für das öffentliche 5G-Netzwerk realisieren. Die Kommunikation erfolgt entweder über die Telekom Cloud der Dinge oder alle gängigen Cloud-Systeme. Entsprechende APIs sind bereits in der Software integriert und lassen sich mit wenig Aufwand verwenden.

Die Kommunikations-Experten unterstützen oder übernehmen die Entwicklung von 5G-Produkten auf jedem Integrationslevel. Das beginnt mit der Distribution von Einzelkomponenten und den für das Design-In benötigten Support. Darüber steht die Entwicklung, Realisierung und Distribution von Produktbundlings, der Kombination und Integration verschiedener Technologien für Verarbeitung, Visualisierung, Bilderfassung, Audio, Sensorik und drahtlose und drahtgebundene Kommunikation. Als höchstes Level ist die Entwicklung, Realisierung und der Vertrieb von ODM-Produkten definiert: komplette Produkte, einschließlich Zertifizierungen, Tests, Produktion und Logistik.

Für den Einstieg sind Entwicklungstools und -werkzeuge sowie -kits verfügbar. Erstes Einstiegsprodukt von Atlantik ist ein selbst entwickelter M.2-fähiger RaspberryPi HAT, der mit den LTE-Advanced und den 5G-Modulen von Quectel kompatibel ist. Weitere Kits sind von Quectel und Thundercomm oder eigen entwickelte Kits wie das Atlantik 5G-HMI-Kit, das die Rockchip-RK3228-CPU mit einem 5G-Modem und einem 10,1''-Touchscreen verbindet, erhältlich. Verschiedene Referenzdesigns wie für Geräte am Kundenstandort, Mi-Fi (5G-zu-Wi-Fi-Hotspot-Router), Edge-Computing (Snapdragon 845/865 + X55-Modem) und Kits für KI-Anwendungen auf Basis des Snapdragon (mit SNPE: Snapdragon Neural Processing Engine) runden das Angebot ab.

Trendscout bei der Mobilfunkgeneration 5G

Im Interview: Christian Flach, CMO bei Atlantik Networxx AG.
Im Interview: Christian Flach, CMO bei Atlantik Networxx AG.
(Bild: Atlantik Elektronik)

Herr Flach, stellen Sie Ihr Unternehmen kurz vor!

Atlantik Elektronik ist Technologievermarkter und Design-In-Spezialist für Halbleiterprodukte und Halbleiteranwendungen im High-End-Umfeld. Das Unternehmen bietet als Solution Provider verschiedene Leistungen an, um den Kunden zuverlässig entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu unterstützen. Dazu gehören neben der Standard-Distribution vor allem die technische Konzeptionierung, Projektierung, kundenspezifische Hard- und Software sowie Unterstützung in der Produktion.

Warum haben Sie die Marke „Atlantik 5G Haus“ ins Leben gerufen?

Wir verstehen uns als Trendscout für aktuelle technische Entwicklungen und waren maßgeblich an der Einführung von Bluetooth in Europa beteiligt. Diesen Erfolg wollen wir mit der neuesten Mobilfunkgeneration 5G wiederholen.

Was genau zeichnet das „Atlantik 5G Haus“ aus?

Wir haben eine lange Historie bei der drahtlosen Kommunikation und bereits verschiedene Projekte mit LTE realisiert. Dieses Know-how erweitern wir um die für 5G benötigten Kompetenzen. Dank der Zusammenarbeit mit Partnern weltweit, insbesondere mit Qualcomm, können wir unseren Kunden Services rund um das Thema 5G anbieten.

Konferenz am 24. Juni in München

Abgerundet werden soll das Thema 5G mit Seminaren und Kongressen unter dem Brand „Atlantik 5G Haus“. Wer mehr erfahren will, sollte sich den 24. Juni 2020 vormerken. An diesem Tag findet die 5G Innovations Conference in München in Kooperation mit der ELEKTRONKPRAXIS statt. Die Keynote hält Hamid-Reza Nazeman, Managing Director Germany bei Qualcomm.

Folgende Schwerpunktthemen sind für die 5G Innovations Conference geplant:

  • 5G-Lösungen,
  • 5G für IIot,
  • 5G Netzwerkbereitstellung,
  • Bauteile für 5G,
  • Edge-Computing und KI,
  • 5G Antennen Design,
  • 5G Messen und Prüfen,
  • Cloud- und Remote-Management sowie
  • 5G-Business-Modelle

Bei Interesse und weiteren Infos schreiben Sie bitte eine E-Mail an den Chefredakteur der ELEKTRONIKPRAXIS, Johann Wiesböck, oder registrieren Sie sich auf der Konferenz-Website und lassen sich unverbindlich vormerken.

Der Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal elektronikpraxis erschienen.

* Dominik Bohn ist Product Manager. Michael Demel ist Business Development Manager. Beide arbeiten bei Atlantik Elektronik bei München.

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