Showcase von Ericsson, Audi & Sick

5G lässt Mensch und Roboter in Echtzeit interagieren

| Redakteur: Jürgen Schreier

Ein gemeinsames Forschungsprojekt von Ericsson, Audi und Sick hat die sichere Zusammenarbeit von Roboter und Mensch im Fokus. Möglich macht dies der neue Mobilfunkstandard 5G. Den Showcase kann man auf der Hannover Messe 2019 am Ericsson-Stand erleben.

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5G auf Hannover Messe 2019: Ericsson, Audi und Sick präsentieren Mensch-Roboter-Interaktion in Echtzeit.
5G auf Hannover Messe 2019: Ericsson, Audi und Sick präsentieren Mensch-Roboter-Interaktion in Echtzeit.
( Bild: Audi )

Eine spannende Demonstration auf der Hannover Messe 2019, bei der Mensch und Maschine Hand in Hand arbeiten, präsentiert der schwedische Netzausrüster Ericsson auf seinen Messestand und präsentiert gemeinsam mit Audi und Sick: eine Mensch-Roboter-Interaktion in Echtzeit. Ein kabelloser Produktionsroboter interagiert dort mit dem Besucher. Möglich macht Enabler dabei ist das 5G-Netz von Ericsson auf dem Messestand.

Der Roboter geht ins Mobilfunknetz

Künftig sollen kabellose Produktionsroboter und Mitarbeiter Hand in Hand arbeiten. Damit die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert, ist eine Interaktion in Echtzeit erforderlich. Schlüssel hierfür ist die 5G-Technologie mit ihrer niedrigen Latenz, also Ende-zu-Ende-Verzögerung von unter zehn Millisekunden, sowie ihrer hohen Netzstabilität. Aufgrund dessen wird die Interaktion zwischen Mensch und Maschine dank 5G gleichzeitig noch sicherer.

Die spielerische Demonstration am Hannover-Messe-Stand von Ericsson steht beispielhaft für die Interaktion in einer Fabrik. Der Roboter verfügt über Sensoren (Partner ist hier der Sensorhersteller Sick), die über das 5G-Netz angebunden sind. Sobald ein Messebesucher seine Hand in Richtung des Roboters streckt, erkennen dies die Sensoren des Roboters. Daraufhin reicht der Roboter dem Gast eine Packung Minzbonbons.

„Um flexible, kabellose Roboter in Zukunft in Produktionsumgebungen zuverlässig und sicher mit Menschen interagieren zu lassen, kommt man an 5G nicht vorbei“, ist Jan-Peter Meyer-Kahlen, Leiter des ICT Development Centers Eurolab Aachen überzeugt. „Denn nur mit extrem niedrigen Latenzen bei gleichzeitig sehr hoher Verfügbarkeit kann der per 5G angebundene Roboter auf den Menschen in Echtzeit reagieren.“

Bei Audi soll ein 5G-Fabriknetz entstehen

„Die Mensch-Roboter-Interaktion auf der Messe Hannover ist erst der Anfang. Mit der Einführung von 5G in die Auto-Produktion gewinnen wir ganz neue Möglichkeiten, Maschinen über Funk zu vernetzen“, sagt Dr. Henning Löser, Leiter des Audi Production Lab, in dem Audi seit August 2018 gemeinsam mit Ericsson ein lokales 5G-Netz für die Fahrzeugfertigung erprobt. „Wir sind absolut überzeugt von dem Potenzial der neuen Technologie. Daher wollen wir ein werkinternes 5G-Netz aufbauen, das die agile und flexible Produktion der Zukunft ermöglicht.“

„Die 5G-Technologie bietet für den Einsatz unserer Sensorik-Lösungen in verschiedenen Anwendungen wertvolle Eigenschaften für die kabellose industrielle Kommunikation. Diese Art der Kommunikation ermöglicht grundlegende Änderungen in der Softwarearchitektur für eine flexiblere Automatisierung. Deshalb evaluieren wir aktuell die 5G-Technologie für den industriellen Einsatz. Beispielsweise sehen wir einen Vorteil darin, dass Industriefahrzeuge 5G nicht nur innerhalb von Produktionshallen, sondern auch außerhalb und weltweit auf öffentlichen Straßen einsetzen können. Das Beispiel einer Robotik-Applikation auf der Hannover Messe beweist, wie zukünftig Mensch und Roboter dank zuverlässiger Kommunikation mit geringer Latenzzeit besser zusammenarbeiten können“, erklärt Sebastian Heidepriem, Head of Wireless Technologies bei der Sick AG.

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