Zweiter Politikbrief von Huawei Deutschland 5G-Infrastruktur und Digitalisierung: Retter aus der Krise?

| Redakteur: Jürgen Schreier

Auf die Bedeutung der Digitalisierung und der 5G-Infrastruktur in Krisenzeiten weist der "Zweite Politikbrief" des Technologieunternehmens Huawei Deutschland hin. Jetzt sei es Zeit für Taten, wird Prof. Dr. Dr. Jivka Ovtcharova vom Karlsruher Forschungszentrum Informatik (FZI) zitiert.

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Die Coronakrise stellt die internationalen Wertschöpfungsketten auf eine harte Probe, da viele Menschen infolge des Social Distancing der Wirtschaft nicht mehr physisch zur Verfügung stehen können. Das zeigt einmal mehr die Bedeutung der Digitalisierung.
Die Coronakrise stellt die internationalen Wertschöpfungsketten auf eine harte Probe, da viele Menschen infolge des Social Distancing der Wirtschaft nicht mehr physisch zur Verfügung stehen können. Das zeigt einmal mehr die Bedeutung der Digitalisierung.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Die aktuelle Coronavirus-Pandemie stellt die globale Wirtschaft und insbesondere die internationalen Wertschöpfungsketten auf eine harte Probe, da Menschen, bedingt durch Quarantänemaßnahmen und Social Distancing, der Wirtschaft nicht mehr physisch zur Verfügung stehen können.

Im zweiten Politikbrief 2020 zeigt Huawei Deutschland auf, dass damit einhergehenden Herausforderungen durch eine schnelle, flächendeckende Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI), vernetzten Geräten und 5G-Netzinfrastruktur, besser und vor allem sicherer begegnet werden kann. Als Vorbild können hier die asiatischen Länder dienen, die diese Technologien bereits jetzt zur Eindämmung der Corona-Epidemie (z.B. beim Tracking der Infektionsketten) erfolgreich nutzen.

5G-Technologie kann vieles beschleunigen

In einer Analyse hebt Prof. Dr. Dr. Jivka Ovtcharova, Direktorin im Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe, die Unverzichtbarkeit digitaler Netzinfrastrukturen hervor. Laut Prof. Ovtcharova böten sich Deutschland und Europa in der aktuellen Krise enorme Chancen, wenn durchgängige Datenverfügbarkeit, Datenanalyse und die Erstellung eines echtzeitfähigen Datenabbilds des Geschehens weltweit Agilität und adäquates Handeln ermöglichen. „Lange wurde in Deutschland konzipiert, diskutiert und geforscht. Jetzt ist es Zeit für Taten“, so Prof. Ovtcharova.

Der Ausbau von 5G-Infrastruktur und der verstärkte Einsatz von KI-Lösungen werden völlig neue Gestaltungs- und Organisationsformen der Arbeit und Wirtschaft ermöglichen. Die Bevölkerung profitiert bereits jetzt im Alltag von digitalen Anwendungen wie Smartphones, Streaming-Diensten oder der Smart Home-Technik. Durch 5G-Technologie könnten diese Anwendungen ausgebaut, beschleunigt und optimiert werden.

Prof. Dr. Jörn Müller-Quade, Leiter des Instituts für Kryptographie und Sicherheit (IKS) am Karlsruher Institut für Technologie, spricht sich im Interview über 5G-Sicherheitsmaßnahmen für ein heterogenes 5G-Netzwerk aus. Darin könne man die relevanten Komponenten von verschiedenen Herstellern miteinander kombinieren. „Das würde das Ausbringen von Daten extrem erschweren. Gleichzeitig würden sich Komponenten der verschiedenen Hersteller gegenseitig überwachen“, so Prof. Müller-Quade.

KI als Impulsgeber für die Automatisierung

Künstliche Intelligenz sei bereits ein genereller Trend in der Digitalisierung, den die gesamte Welt als werthaltig und zukunftsweisend erkannt habe, erklärt auch Dr. Michael Lemke, Senior Technology Principal (ICT) bei Huawei. Sie ermögliche die (Teil-)Automatisierung von bisher nur dem Menschen vorbehaltenen Routine-Tätigkeiten.

Neben der Verkehrs- und Industriesteuerung, Prozessüberwachung und -optimierung, Datenauswertung tun sich auch ganz neue Einsatzfälle auf. „Die Entwicklung ähnelt in ihrer Mächtigkeit der industriellen Revolution und könnte sich in ihren Effekten als zukunftssichernd herausstellen.“, so Dr. Lemke.

Das Huawei-Geschäftsjahr 2019

Huawei hat seinen Geschäftsbericht für 2019 veröffentlicht. Dieser unterstreiche die solide Entwicklung des Unternehmens - "trotz des enormen Drucks von außen", wie Eric Xu, rotierender Vorstandsvorsitzender des Technologieunternehmens, betonte.

Huawei erzielte einen weltweiten Jahresumsatz in Höhe von 858,8 Mrd. CNY (123 Mrd. US-Dollar), was einem Anstieg um 19,1 Prozent im Vergleich zu 2018 entspricht. Der Nettogewinn betrug 62,7 Mrd. CNY (9 Mrd. US-Dollar) und der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg im Jahresvergleich um 22,4 Prozent auf 91,4 Mrd. CNY (13,1 Mrd. US-Dollar). 15,3 Prozent seines Jahresumsatzes von 2019 oder 131,7 Mrd. CNY (18,9 Mrd. US-Dollar) reinvestierte Huawei in Forschung und Entwicklung.

Im Jahr 2019 war das Carrier-Geschäft von Huawei führend im kommerziellen Rollout von 5G-Netzen. Gemeinsam mit Netzbetreibern weltweit baute das Unternehmen 5G-Joint-Innovation-Center auf, um den kommerziellen Einsatz von 5G voranzutreiben und die Innovationen für 5G-Anwendungen zu fördern. Der Carrier-Geschäftsbereich generierte 2019 einen Umsatz in Höhe von 296,7 Milliarden CNY (42,5 Mrd. US-Dollar), ein Zuwachs von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das Enterprise-Geschäft von Huawei unterstützt Kunden aus allen Branchen bei der digitalen Transformation. Mehr als 700 Städte und 228 Fortune-Global-500-Unternehmen rund um den Globus haben Huawei als Partner für die digitale Transformation ausgewählt. Der Enterprise-Geschäftsbereich generierte 2019 einen Umsatz in Höhe von 89,7 Milliarden CNY (12,8 Mrd. US-Dollar), ein Zuwachs von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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