Mobilfunk-Infrastruktur 5G-Ausbau in Großbritannien: Huawei offenbar raus

| Redakteur: Jürgen Schreier

Einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge will Großbritannien den chinesischen Anbieter Huawei beim Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes ausschließen. Im bestehenden Netz installierte Huawei-Produkte sollen entfernt werden.

Eine Rückkehr zur "roten Telefonzelle" wird es in UK nicht geben; beim 5G-Mobilfunkausbau wird China in Gestalt des Infrastrukturausrüsters Huawei wohl nicht dabei sein.
Eine Rückkehr zur "roten Telefonzelle" wird es in UK nicht geben; beim 5G-Mobilfunkausbau wird China in Gestalt des Infrastrukturausrüsters Huawei wohl nicht dabei sein.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson wird einem Zeitungsbericht zufolge den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei beim Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G noch in diesem Jahr ausschließen.

Derzeit würden Pläne erarbeitet, binnen sechs Monaten den Einsatz von Huawei-Technologie zu beenden und bereits eingesetzte Teile zu entfernen, berichtete der “Daily Telegraph”. Zuvor habe die britische Geheimdienstbehörde GCHG weitere Bedenken über die Sicherheit von chinesischen Technologiekonzernen geäußert. Großbritannien hat Huawei bei 5G eine begrenzte Rolle eingeräumt. Die USA fordern aus Sicherheitsgründen jedoch einen Ausschluss des Unternehmens vom 5G-Netz.

Frankreich: Auflagen für Nutzer von Huawei-Technik

Hingegen will Frankreich den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei nicht grundsätzlich vom Aufbau seines 5G-Mobilfunknetzes ausschließen. Es werde keinen „vollständigen Bann“ geben, sagte der Leiter der Behörde für IT-Sicherheit (Anssi), Guillaume Poupard, in einem am 5. Juli 2020 veröffentlichten Interview der Zeitung „Les Échos“. Netzbetreiber, die auf Huawei-Technik zurückgreifen, sollen aber nach seinen Angaben nur zeitlich befristete Lizenzen erhalten.

Was Deutschland betrifft, so hat Bundeskanzlerin Angela Merkel wiederholt betont, dass beim 5G-Ausbau besondere Sicherheitsmaßstäbe angelegt würden. Jedoch solle kein Unternehmen prinzipiell ausgeschlossen werden.

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