M2M

1NCE: Bereits über eine Million SIM-Karten verkauft

| Redakteur: Jürgen Schreier

Bei der 1NCE GmbH geht das Konzept, das Internet der Dinge "bezahlbar" zu machen, offenbar auf. In den ersten fünf Monaten seit Betriebsstart verkaufte das Kölner Unternehmen mehr als 1 Mio. SIM-Karten für die Machine-to -Machine-Kommunikation.

Die 1NCE Lifetime Flat inkludiert die Nutzung der Connectivity Management Platform.
Die 1NCE Lifetime Flat inkludiert die Nutzung der Connectivity Management Platform.
( Bild: 1NCE )

Der Kölner IoT-Netzbetreiber 1NCE GmbH hat in den ersten fünf Monaten seit Markteintritt mehr als eine Million SIM-Karten verkauft. Mitv einer einer IoT-Flatrate macht das Unternehmen nach eigenen Aussagen die mobile Kommunikation zwischen Geräten im Internet of Things (IoT) sehr viel kostengünstiger als die meisten Anbieter weltweit, garantiere aber dennoch höchste Qualität.

Die Technologie - die derzeit schon in über 30 Ländern verfügbar ist - hat 1NCE ausschließlich für IoT-Anwendungen entwickelt und will sich so von den großen Netzbetreibern unterscheiden. "Als spezialisierter IoT-Netzbetreiber schaffen wir einen neuen Standard in der Industrie, der erstmals deutliches Wachstum beim Internet der Dinge und bei der Kommunikation zwischen Maschinen ermöglicht", erklärt Alexander P. Sator, CEO bei 1NCE.

IoT-Modelle scheitern oft an den Kosten für Drahtlosnetzwerke

Anwendungsszenarien gibt es schon heute in großer Zahl, jedoch scheiterte die Umsetzung intelligenter IoT-Systeme oft an der Komplexität und den Kosten für den Aufbau drahtloser Netzwerkverbindungen. Das will die 1NCE mit einer kostengünstigen Lösung speziell für langlebige B2B-Anwendungen ändern. Die IoT-Flatrate der Kölner umfasst ein Datenvolumen von 500 Megabyte und 250 SMS zu einem Preis von 10 Euro für 10 Jahre inklusive aller Kosten.

"Das ist weit mehr als für den Austausch essenzieller Informationen bei IoT-Anwendungen ohne Sprache benötigt wird", erläutert Younes Allaki, CTO bei 1NCE. "Sollte es dennoch nicht für 10 Jahre reichen, kann der Kunde nachbuchen und wird trotzdem weit unter den bisher üblichen Kosten liegen." Im Unterschied zu klassischen Modellen mit monatlichen Gebühren möchte 1NCE mit maximaler Preistransparenz dafür sorgen, dass der Dienst für Start-ups ebenso kalkulier- und bezahlbar wird wie für Konzerne. Die Lösung ist beliebig skalierbar und überzeuge, wie es heißt, mit hoher Verfügbarkeit und Sicherheit.

SIM-Karten switchen zwischen verschiedenen Mobikfunkstandards

Unterstützt von der Deutschen Telekom AG nutzt 1NCE für seine IoT-Funkdienste die Mobilfunknetze aller großen Netzbetreiber Europas und ist auch in China und den USA verfügbar. Der Dienst wird in der Regel durch mindestens zwei Netzbetreiber pro Land - häufig auch alle Netzbetreiber - unterstützt, um maximale Verfügbarkeit zu garantieren. Die Technologie auch kann nahtlos zwischen den unterschiedlichen Mobilfunkstandards 2G, 3G, 4G oder NB-IoT wechseln. "Da die SIM-Karte Zugriff auf alle verfügbaren Netze hat und alle gängigen Mobilfunkstandards unterstützt, sorgen wir für Investitions- und Zukunftssicherheit", so Firmenchef Sator.

Der M2M-Markt ist riesig. Experten der GSM Association (GSMA), der weltweiten Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter, schätzen das Volumen auf 25 Mrd. funkfähige Geräte bis 2025. Viele Branchen haben großen Bedarf an Konnektivität: Logistikdienstleister müssen ihre Container orten, Energieversorger wollen Messgeräte direkt ansteuern, Fahrzeugflotten sollen besser koordiniert werden, Versicherungen möchten Telematik-Dienstleistungen aufsetzen.

Immer mehr neu entwickelte Produkte werden "funkfähig"

Das bedeutet im konkreten Fall: Beim Smart Metering melden Strom-, Gas- und Wasserzähler den Zählerstand selbst an die Versorger. In der Smart City signalisieren Leuchten von Straßenlaternen, wann sie ausgetauscht werden müssen. Der Müllcontainer meldet selbst, dass er voll ist, und in der Industrieproduktion sind Verschleißteile wie zum Beispiel Bohrer in der Lage, ihren Austausch automatisch zu initiieren. "Schon bald wird jedes Produkt so entwickelt werden, dass es funk- und damit auch kommunikationsfähig ist", erklärt Sator weiter.

Die 1NCE GmbH wurde im Januar 2017 gegründet und startete im August 2018 den Vertrieb. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 50 Mitarbeiter.

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